Die Feuerwehr Schwäbisch Gmünd war im Jahr 2026 mehrfach bei Großbränden außerhalb des Stadtgebiets im Einsatz. Zwar sei die Zahl der Großbrände in der Stadt selbst rückläufig, doch dreimal rückten Einsatzkräfte als sogenannte Überlandhilfe zu schweren Bränden in der Region aus, teilte die Wehr mit.
Häufige Alarmierungen trotz rückläufiger Statistik
Nach Angaben der Gmünder Feuerwehr ging die Zahl der Großbrände im Stadtgebiet in den vergangenen Jahren deutlich zurück. Auffällig sei jedoch, dass die Feuerwehr 2026 gleich drei Mal zu Großbränden in Nachbargemeinden gerufen wurde: Am 3. Jänner nach Wißgoldingen, am 26. März nach Mögglingen und am 2. Juli nach Gschwend. Bei einem dieser Einsätze gab es Todesopfer.
„Die Anzahl an Großbränden ist in Schwäbisch Gmünd in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen“, sagte der stellvertretende Kommandant Max Schamberger.
Tödlicher Brand und weiterer Großeinsatz
Beim Brand in Wißgoldingen am 3. Jänner wurde eine Bewohnerin in der Nacht tot aufgefunden, zwei weitere Personen erlitten leichte Verletzungen. Das Feuer brach den Angaben zufolge gegen 21.15 Uhr in einem Wohnhaus in der Straße „Zur Vorstatt" aus. Zuerst traf die örtliche Feuerwehr ein, später kamen Kräfte aus Gmünd als Unterstützung hinzu.
Ein weiterer großer Einsatz ereignete sich am 8. August in der Ziegelgasse innerhalb von Schwäbisch Gmünd selbst: Dort waren über 100 Einsatzkräfte ausgerückt, nachdem zwei Häuser vollständig zerstört wurden. Es handelte sich dabei um den ersten Großeinsatz der Gmünder Feuerwehr seit dem 19. Juli 2023, als ein Flächenbrand in Bargau wegen der Anzahl der eingesetzten Löschfahrzeuge in die Statistik der Großbrände einging.
Historischer Bezug und Einsatzstruktur
Als letzter „richtiger“ Großbrand in Schwäbisch Gmünd wird der Vorfall am 5. April 2023 genannt: Vor einem Wohnhaus in Wustenriet gerieten mehrere Paletten Dämmmaterial in Brand. Neben der Innenstadtabteilung waren auch die Abteilungen Wetzgau und Großdeinbach im Einsatz.
Die Häufung von Alarmierungen als Überlandhilfe unterstreicht die Vernetzung der Feuerwehren in der Region: Trotz sinkender Fallzahlen im eigenen Stadtgebiet werden Gmünder Kräfte regelmäßig mobilisiert, wenn benachbarte Gemeinden Unterstützung benötigen.
- 3. Jänner 2026 – Großbrand in Wißgoldingen; eine Tote, zwei Leichtverletzte.
- 26. März 2026 – Großbrand in Mögglingen; Gmünder Feuerwehr als Überlandhilfe alarmiert.
- 2. Juli 2026 – Großbrand in Gschwend; Gmünder Einsatzkräfte beteiligt.
- 8. August 2026 – Großbrand in der Ziegelgasse (Schwäbisch Gmünd); über 100 Einsatzkräfte, zwei Häuser zerstört.
| Datum | Ereignis | Bemerkung |
|---|---|---|
| 3. Jänner 2026 | Wißgoldingen | 1 Tote, 2 Leichtverletzte |
| 26. März 2026 | Mögglingen | Überlandhilfe |
| 2. Juli 2026 | Gschwend | Überlandhilfe |
| 8. August 2026 | Ziegelgasse, Schwäbisch Gmünd | Über 100 Einsatzkräfte, zwei Häuser zerstört |
Angaben der Feuerwehr deuten darauf hin, dass die Einordnung als „Großbrand“ nicht allein vom Ausmaß der Zerstörung abhängt, sondern auch von der Zahl der eingesetzten Fahrzeuge und Kräfte. So wurde der Flächenbrand in Bargau am 19. Juli 2023 in die Statistik der Großbrände aufgenommen, obwohl das Ereignis in Art und Umfang von einem klassischen Wohnhausbrand abwich.
Für die Einsatzorganisationen bedeutet die Lage, dass trotz rückläufiger Häufigkeit von Bränden im Stadtgebiet die Bereitschaft und die Kapazität für größere Alarmierungen erhalten bleiben müssen. Die wiederholten Überlandhilfen 2026 zeigen, dass lokale Feuerwehren weiterhin eine regionale Verantwortung tragen, wenn in benachbarten Gemeinden größere Schadensereignisse auftreten.
Weitere Details zu Ursachen der einzelnen Brände oder zu laufenden Ermittlungen wurden von Seiten der Feuerwehr in den vorliegenden Angaben nicht genannt.