Die Anzahl der Menschen mit Demenz in Österreich nimmt zu. Parallel wächst der Bedarf an qualifizierten Fachkräften, die Betroffene und deren Angehörige im Alltag unterstützen können. Forschungsergebnisse zeigen, dass gezielte Trainingsformen die geistige Leistungsfähigkeit in moderatem Ausmaß stützen und zugleich positive Effekte auf Stimmung, Lebensqualität und das Erleben von Selbstwirksamkeit haben.
Was bewirken Trainings bei Demenz?
Obwohl die Alzheimer-Demenz bislang nicht heilbar ist und einen fortschreitenden Verlauf hat, lassen sich durch kognitive und aktivierende Maßnahmen Alltagssituationen erleichtern. Studien weisen darauf hin, dass vor allem Angebote wirksam sind, die mehrere Fähigkeiten gleichzeitig ansprechen und regelmäßig stattfinden. Entscheidend ist, dass Übungen weder überfordern noch unterfordern – nur dann bleibt die Motivation erhalten und der Trainingseffekt stabil.
Rolle der MAS-Demenztrainer
In Österreich gibt es seit 2002 eine strukturierte Ausbildung zu sogenannten MAS-Demenztrainern. Diese Qualifikation richtet sich sowohl an Personen aus dem Gesundheitsbereich als auch an engagierte Menschen, die gern mit älteren Personen arbeiten. Die Trainer übernehmen in der Praxis verschiedene Aufgaben, etwa die Durchführung von Gruppenangeboten, die individuelle Förderung von Alltagsfähigkeiten und die Beratung von Angehörigen.
- Seit Beginn des Programms wurden in Österreich mehr als 1.300 MAS-Demenztrainer ausgebildet.
- Die Ausbildung steht Gesundheitsberufen und freiwillig Engagierten offen.
- Wirkungsvolle Angebote sind multimodal und finden regelmäßig statt.
Praktische Informationen und Termine
Wer sich über die Inhalte und Berufsperspektiven informieren möchte, kann an einer kostenlosen Online-Informationsveranstaltung der MAS Alzheimerakademie teilnehmen. Termin: Donnerstag, 3. September 2026, 12.00–14.00 Uhr. Anmeldung und Auskunft sind möglich per E‑Mail an alzheimerakademie@mas.or.at oder telefonisch unter 06132/21410-18.
| Angaben | Details |
|---|---|
| Ausbildungsbeginn | Seit 2002 |
| Ausgebildete Demenztrainer | Mehr als 1.300 |
| Nächste Lehrgänge | September 2026 in Linz; Oktober 2026 in Graz |
Die nächsten konkreten Ausbildungsstarts seien laut Veranstalter für September in Linz und Oktober 2026 in Graz geplant. Das Angebot richte sich an Interessierte, die professionell in der Pflege oder im Sozialbereich tätig sind, ebenso wie an Menschen, die ehrenamtlich mit älteren Personen arbeiten möchten.
Konsequenzen für Versorgung und Angehörige
Vor dem Hintergrund einer älter werdenden Bevölkerung hat die Verbreitung solcher Qualifikationen Bedeutung für die Versorgungskette: Mehr fachlich geschulte Trainer können helfen, Selbstständigkeit möglichst lange zu erhalten und die Belastung für pflegende Angehörige zu verringern. Gleichzeitig stellt die Nachfrage an spezialisierten Angeboten Anforderungen an Finanzierung, Personalplanung und Vernetzung zwischen Spitälern, Pflegeeinrichtungen und sozialen Diensten.
Weitere Informationen und ergänzende Inhalte zu Symptomen, Diagnosen und Therapieoptionen sind auf dem Schwesterportal MeinMed.at verfügbar; die ursprüngliche Meldung wurde auf MeinBezirk.at veröffentlicht.
„Ziel ist es, die Selbstständigkeit von Menschen mit Demenz möglichst lange zu erhalten.“
Ein fachlich fundiertes, regelmäßiges Training ist kein Heilmittel, kann aber die Lebensqualität deutlich unterstützen. Für Interessierte bleiben die Informationsveranstaltung und die angekündigten Kurstermine erste Anlaufstellen, um sich über Inhalte, Umfang und berufliche Perspektiven der Ausbildung zu orientieren.