Lukas Kaufmann hat beim Race Around Austria (RAA) die Weltmeisterschaft im Ultracycling gewonnen und dabei einen neuen Streckenrekord aufgestellt. Der 25-jährige Oberösterreicher absolvierte die rund 2.100 Kilometer mit etwa 30.000 Höhenmetern in 3 Tagen, 8 Stunden und 8 Minuten und erreichte am Sonntagmorgen das Ziel in St. Georgen im Attergau.
Deutlicher Vorsprung und österreichisches Podest
Kaufmann landete damit vor dem Deutschen Sebastian Trimborn und seinem oberösterreichischen Landsmann Simon Harringer, die die Plätze zwei und drei belegten. Das Rennen endete nicht nur mit einem WM-Titel für Österreich, sondern auch mit einem deutlich herausgefahrenen Vorsprung des Siegers.
Rekord und Rennverlauf
Bei der 18. Auflage des RAA wurde der bisherige Streckenrekord unterboten; jener Rekord stammte aus dem Jahr 2020 von Christoph Strasser, der damals allerdings eine längere Distanz gefahren war. Kaufmann, der zuvor bei Race Across America zwei zweite Plätze erreicht hatte, feierte mit dem RAA-Sieg den bisher größten Erfolg seiner Karriere.
- Distanz: rund 2.100 km
- Höhenmeter: ca. 30.000
- Zielzeit Kaufmann: 3 Tage, 8 Stunden, 8 Minuten
- Podium: 1. Lukas Kaufmann, 2. Sebastian Trimborn, 3. Simon Harringer
Stimmen vom Podest
„Ich kann es noch gar nicht realisieren. Ich war beim RAA schon zweimal Vierter – diesen Platz wollte ich auf keinen Fall wiederholen. Von Beginn an schlug ich ein hohes Tempo an. Ich wollte lieber erhobenen Hauptes eingehen, als gleich von Beginn an zu viel Zeit zu verlieren, aber das ist zum Glück nicht passiert“,
Kaufmann wirkte im Ziel sichtlich erschöpft, aber glücklich. Er sagte, dass es auch schwierige Phasen gegeben habe, aus denen er sich immer wieder erholen konnte. Besonders beeindruckt zeigte er sich vom Zuschauerinteresse: Viele Menschen mit Transparenten und Kuhglocken hätten auf den Bergen zusätzliche Motivation gebracht.
„Die ersten 33 Stunden waren extrem hart, ich wollte schon aufhören. Ich weiß nicht wie, aber irgendwie konnte ich mich aus dem Tief befreien“,
Das sagte Simon Harringer nach dem Rennen. Harringer kämpfte sich auf das WM-Bronze und beschrieb den harten Verlauf insbesondere der Anfangsphase.
Konsequenzen und Einordnung
Der Sieg von Kaufmann ist ein deutlicher Hinweis auf die zunehmende Stärke österreichischer Athletinnen und Athleten im Ultracycling. Ein Streckenrekord auf einer der härtesten Rundkurse durch Österreich unterstreicht die Leistungsdichte in dieser Disziplin und dürfte auch internationalen Beachtung finden.
Für Kaufmann persönlich ist das Ergebnis ein Karrieresprung nach mehreren starken Leistungen auf internationaler Bühne, insbesondere nach den beiden zweiten Plätzen beim Race Across America. Der Triumph in St. Georgen im Attergau könnte seine Stellung in der Szene nachhaltig festigen und weitere Einsätze auf höchsten Ebenen vorbereiten.
| Platz | Name | Nation |
|---|---|---|
| 1 | Lukas Kaufmann | Österreich |
| 2 | Sebastian Trimborn | Deutschland |
| 3 | Simon Harringer | Österreich |
Das Race Around Austria bleibt eine der prestigeträchtigsten Herausforderungen im Ultracycling: lange Distanzen, massive Höhenmeter und anspruchsvolles Streckenprofil verlangen nicht nur körperliche, sondern auch mentale Stärke. Kaufmanns Erfolg dürfte auf der heimischen Szene Nachahmer inspirieren und die Sichtbarkeit des Sports weiter erhöhen.
Bericht aus dem Rennen basiert auf den übermittelten Rennangaben und den Stimmen der Fahrer aus dem Zielbereich.