Bei einem Waldbrand zwischen Neudörfl und Pöttsching im Bezirk Mattersburg (Burgenland) ist am Samstag ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg explodiert. Nach Angaben des Bezirksfeuerwehrkommandos wurden die Einsatzkräfte rechtzeitig aus dem Gefahrenbereich abgezogen; verletzt wurde niemand.
Gefahr durch nicht detonierte Kampfmittel erschwert Löscharbeiten
Die Explosion ereignete sich während laufender Brandbekämpfungsmaßnahmen. Im unmittelbaren Brandbereich entdeckten Einsatzkräfte zudem zwei weitere ähnliche Gegenstände. Aufgrund der Fundstücke und der dadurch bestehenden Gefährdungssituation wurden die Löscharbeiten nicht mehr aus nächster Nähe, sondern aus sicherer Entfernung fortgeführt.
Erschwerend für die Einsatzkräfte war laut Feuerwehr das unwegsame Gelände, das den Zugang zur Brandstelle deutlich erschwerte. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, musste eine rund 200 Meter lange Zubringerleitung gelegt werden.
Großeinsatz von mehreren Feuerwehren
Insgesamt waren bei dem Einsatz 13 Feuerwehren mit rund 150 Mitgliedern aus dem Burgenland und aus Niederösterreich beteiligt. Die Feuerwehr meldete, dass die Einsatzkräfte nach dem Auffinden der Kampfmittel den Gefahrenbereich unverzüglich räumten und die Brandbekämpfung aus der Ferne fortsetzten.
- Ort: Waldgebiet zwischen Neudörfl und Pöttsching (Bezirk Mattersburg)
- Gefundene Gegenstände: ein detoniertes Kriegsrelikt, zwei weitere ähnliche Objekte
- Einsatzstärke: 13 Feuerwehren, ca. 150 Mitglieder
- Besondere Maßnahmen: 200 Meter Zubringerleitung, Löscharbeiten aus sicherer Entfernung
- Schadensbilanz: keine Verletzten
Weitere Vorkommnisse in der Region
Zusätzlich kam es in der Samstagnacht in Stöttera (Bezirk Mattersburg) zu einem weiteren Waldbrand. Dort rückten fünf Feuerwehren aus und bekämpften das Feuer bis Mitternacht, teilte die Feuerwehr mit. Zu möglichen Zusammenhängen zwischen den Brandereignissen machte das Bezirksfeuerwehrkommando keine Angaben.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Anzahl Feuerwehren | 13 |
| Gesamt Einsatzpersonal | ~150 Mitglieder |
| Zubringerleitung | 200 m |
| Verletzte | keine |
Der Vorfall macht erneut die anhaltende Problematik deutlich, dass in Wald- und Freilandgebieten Österreichs noch immer nicht detonierte Kampfmittel aus früheren Kriegen anzutreffen sind. Solche Funde erhöhen das Risiko für Einsatzkräfte und erfordern oft eine Anpassung der Taktik bei der Brandbekämpfung. In diesem Fall führte die Präsenz der Relikte dazu, dass die Feuerwehr nicht wie üblich unmittelbar an der Brandstelle arbeiten konnte, sondern Maßnahmen ergriff, um Personal und Bevölkerung zu schützen.
Das Bezirksfeuerwehrkommando veröffentlichte die Informationen am Sonntag und betonte das schnelle und koordinierte Vorgehen der beteiligten Einheiten. Zur weiteren Bewertung und zum sicheren Abtransport der gefundenen Gegenstände sind in der Regel spezialisierte Kräfte beziehungsweise der Sprengdienst zuständig; dazu machte die Einsatzleitung in ihren Meldungen jedoch keine konkreten Angaben.
Die Lage in der Region bleibt aufmerksam zu beobachten, insbesondere da unzugängliche Gelände und die mögliche Präsenz weiterer gefährlicher Gegenstände die Arbeit von Feuerwehr und behördlichen Stellen weiter erschweren können. Für die Bevölkerung bestand nach Feuerwehrangaben zu keinem Zeitpunkt unmittelbare Gefahr.