Die umfangreichen Erneuerungsarbeiten an der Franz‑Josefs‑Bahn haben direkte Auswirkungen auf den Pendlerverkehr nach und durch Klosterneuburg. Wie die ÖBB mitteilen, wird der Schienenersatzverkehr ab dem 17. August bis zum Bahnhof Klosterneuburg‑Weidling ausgeweitet. Ziel ist, Reisenden während der intensiven Bauphase eine verbesserte Anbindung zu bieten und innerstädtische Verbindungen zu sichern.
Was wird saniert und warum
Auf einer rund sieben Kilometer langen Strecke zwischen Kritzendorf und St. Andrä‑Wördern werden Gleise sowie Entwässerungsanlagen erneuert. Zusätzlich sind Maßnahmen an Kabeltrögen und der Bau einer rund 420 Meter langen Lärmschutzwand im Bahnhof St. Andrä‑Wördern Teil der Arbeiten. Die Strecke bleibt von 4. Juli, 02:00 Uhr, bis 7. September, 02:00 Uhr, nur eingleisig befahrbar; nachts sind außerdem Gesamtsperren vorgesehen.
Welche Auswirkungen haben die Maßnahmen für Klosterneuburg
- Der Schienenersatzverkehr (SEV) für die Linie S40 wird ab 17. August bis Klosterneuburg‑Weidling verlängert; damit besteht in Weidling ein direkter Anschluss an die S40‑Züge.
- Die Bahnhöfe Klosterneuburg‑Weidling und Klosterneuburg‑Kierling werden innerstädtisch durch den Ersatzverkehr miteinander verbunden; diese Verbindung war bislang nur durch die Regionalbuslinie 400 gewährleistet.
- Die S40 verkehrt während der Bauphase nur zwischen Wien Franz‑Josefs‑Bahnhof und Klosterneuburg‑Weidling sowie wieder ab Tulln/Donau. Die Linie R40 entfällt.
„Ab 17. August wird der Schienenersatzverkehr für die S40 um eine Station bis Klosterneuburg‑Weidling erweitert.“
Für Pendlerinnen und Pendler bedeutet das einerseits eine längere Busfahrtstrecke, andererseits aber auch eine direkte Umsteigemöglichkeit in Weidling. In Klosterneuburg‑Kierling bleibt der Umstieg von Bussen auf REX‑Züge möglich; ausgewählte REX‑Züge halten zudem zusätzlich in Zeiselmauer‑Königstetten, Muckendorf‑Wipfing und Langenlebarn.
Verkehrsentlastung durch Umfahrungsstraße
Parallel zur Bahnbaustelle wurde die B14‑Umfahrungsstraße nach Sanierung des Johannatunnels am 15. August wieder freigegeben. Der NÖ Straßendienst erneuerte Betriebs‑ und Sicherheitseinrichtungen sowie Leittechnik und errichtete Lärmschutzwände entlang des Tunnelbereichs. Die Wiederöffnung soll Klosterneuburg vom Verkehr entlasten und die Pünktlichkeit der Busse verbessern.
| Datum | Maßnahme |
|---|---|
| 4. Juli, 02:00 Uhr | Strecke eingleisig befahrbar; nächtliche Gesamtsperren möglich |
| 17. August | SEV bis Klosterneuburg‑Weidling erweitert |
| 15. August | Freigabe B14‑Umfahrungsstraße (Johannatunnel) |
| 7. September, 02:00 Uhr | Vollständige Wiederaufnahme des regulären Bahnbetriebs |
Die ÖBB rechnen damit, dass mit Schulbeginn am 7. September der reguläre Bahnbetrieb ohne fahrplanmäßige Einschränkungen wieder aufgenommen werden kann. Bis dahin bleiben Fahrgäste aufgefordert, die Hinweise auf den Informationsseiten der ÖBB sowie die Aushänge an den Bahnhöfen zu beachten.
Für Klosterneuburg steht damit in den kommenden Wochen eine Phase mit geänderten Umsteigeverbindungen und Ersatzbussen an. Die Kombination aus verlängertem SEV und der wieder geöffneten Umfahrungsstraße soll die Belastung für die Stadt vermindern und den öffentlichen Verkehr trotz Bauarbeiten möglichst zuverlässig halten.
Weitere Details zu Fahrplänen und Ersatzverkehren werden von den ÖBB laufend aktualisiert. Reisende sollten vor Fahrtantritt die aktuellen Verbindungen prüfen.