Der Einbruch in das Berliner Bode‑Museum, bei dem 2017 eine 100‑Kilogramm schwere Goldmünze im Wert von 3,75 Millionen Euro entwendet wurde, wird nun zum Serienstoff: Der Streamingdienst HBO Max hat einen Trailer zu einem vierteiligen Dokumentarprojekt veröffentlicht, das die Geschichte hinter der sogenannten «Big Maple Leaf» erzählt. Die Veröffentlichung ist für den 13. November angekündigt.
Was die Doku zeigen will
Laut Ankündigung richtet sich die Produktion darauf, nicht nur den Einbruch selbst zu rekonstruieren, sondern auch die anschließende Ermittlungsarbeit und das Umfeld der Tat zu beleuchten. Regie führte Jan Zabeil. Die Macher versprechen Einblicke in Gerichtsaufnahmen, Statements von an den Ermittlungen Beteiligten sowie nachgestellte Szenen, die das Vorgehen der Täter und die Spurensuche der Behörden zeigen sollen.
„Katz‑und‑Maus‑Spiel zwischen Ermittlern und Tätern aus nächster Nähe“
Die Doku will außerdem die mutmaßlichen Verbindungen zur organisierten Kriminalität in Berlin thematisieren und die aufwendige Arbeit der Ermittler herausstellen. Die Serie ist nach Angaben der Produktionsankündigung die erste nichtfiktionale deutsche Eigenproduktion von HBO Max.
Der Fall in Kürze
Der Diebstahl gilt als einer der spektakulärsten Kunstdiebstähle in Deutschland. Die Münze, bekannt als «Big Maple Leaf», war 2017 aus einer Vitrine des Bode‑Museums entwendet worden. Die Täter sollen durch ein Fenster eingestiegen sein; die Münze wurde offenbar mit Schubkarre und Rollbrett aus dem Museum gebracht. Mehrere Beteiligte wurden später verurteilt. Die Beute selbst blieb bislang verschollen und wurde nach Ermittlungsstand vermutlich zerstückelt und weiterverkauft.
| Aspekt | Datum / Angabe |
|---|---|
| Gewicht der Münze | 100 Kilogramm |
| Wert (geschätzt) | 3,75 Millionen Euro |
| Tatjahr | 2017 |
| Veröffentlichung der Doku | 13. November |
| Plattform | HBO Max |
Warum die Serie relevant ist
Für das Publikum bietet die Doku mehrere Anknüpfungspunkte: Zum einen die Faszination für spektakuläre Kunstdiebstähle und die Frage, wie große Museumsschätze gestohlen werden konnten. Zum anderen steht die Dimension der polizeilichen Ermittlungen im Fokus, speziell wenn es um mögliche Netzwerke der organisierten Kriminalität geht. Solche Produktionen können zugleich Debatten über Museumssicherheit, Prävention und die internationale Kunst‑ und Altmetall‑Schwarzmärkte anstoßen.
- Die Serie ist eine nichtfiktionale Aufarbeitung eines realen, politisch und polizeilich bedeutsamen Falls.
- Sie verspricht originale Gerichts‑ und Ermittlungsaufnahmen sowie Rekonstruktionen des Einbruchs.
- Die Produktion markiert einen Schritt von HBO Max in den deutschen Doku‑Markt.
Für Interessierte bringt die Veröffentlichung im November die Möglichkeit, den bekannten Fall noch einmal aus der Perspektive von Ermittlern, Beobachtern und Beteiligten zu sehen — und mögliche Lücken in der bisherigen öffentlichen Darstellung neu zu bewerten. In der Praxis lohnt es sich, beim Start der Serie auf Begleitberichte zu achten, die vertiefende Informationen zu Gerichtsverfahren und polizeilichen Erkenntnissen liefern könnten.
Die Ankündigung der Doku stammt von dpa‑infocom; weitere Details werden mit Start der Reihe erwartet.