Die oberländer Künstlerin Hannah Philomena Scheiber hat Anfang August ihr 15‑jähriges künstlerisches Jubiläum und zugleich ihren Geburtstag mit einer exklusiven Art‑Soirée im Art Loft am Lanser See begangen. Die Veranstaltung vereinte Sammler, Wegbegleiter und Gäste aus dem gesamten DACH‑Raum und zeigte erneut, wie sehr Scheibers Werk zwischen lokaler Verwurzelung und internationaler Präsenz oszilliert.
Szenerie, Gäste und Programmpunkte
Der Abend spielte mit einer bewusst gewählten Ästhetik: Die spiegelglatte Oberfläche des Sees und die umrahmenden Gipfel lieferten die Kulisse, ein blau‑weißer Dresscode verband Gästeoptik und Arbeiten der Künstlerin. Etwa 40 Personen waren geladen; kulinarisch zeichnete die Koi Bar für ein eigens kuratiertes Menü verantwortlich, musikalisch begleitete die Live‑Band CHVONCÈ den Abend.
- Ort: Art Loft am Lanser See
- Gäste: rund 40 aus dem DACH‑Raum
- Musikalische Begleitung: CHVONCÈ
- Dresscode: blau‑weiß
Materialität und Herkunft als künstlerische Signatur
Scheiber, gebürtig aus dem Oberland, studierte angewandte Kunst an der Universität Wien und absolvierte zahlreiche Studienaufenthalte im Ausland. In ihrer Arbeit sind die Spuren dieser Biografie deutlich: Sie bezieht ihre Herkunft als Inspirationsquelle und versteht kulturelle Prägung als «unbezahlbaren Schatz», der ihre Ausdrucksweise formt. Ihre Werke zeichnen sich durch eine sorgsame Materialwahl aus; verwendet werden unter anderem gemahlenes Lapislazuli und Pigmente der italienischen Restauratorenfamilie Zecchi aus Florenz.
„Ein Auftrag keine Bitte, sondern eine Einladung“, heißt es in Scheibers künstlerischer Philosophie.
Dieser Satz fasst ihr Selbstverständnis zusammen: Kunst als Dienstleistung, die dennoch Individualität und Einzigartigkeit beansprucht. Scheibers Arbeiten treten dabei in unterschiedlichen Tonlagen auf – mal provokant, mal verspielt, immer jedoch mit einer spürbaren Tiefe.
Institutionelle Verbindungen und öffentliche Präsenz
Nicht zuletzt dokumentiert die Präsenz von Werken Scheibers in öffentlichen Räumen die Reichweite ihrer Arbeit: Stücke der Künstlerin finden sich laut Angaben sogar im Parlament. Seit 2024 ist Scheiber zudem als Universitätsprofessorin für Kunst & Design an der Kirchlich‑Pädagogischen Hochschule Edith Stein tätig, eine Station, die ihre Tätigkeit als bildende Künstlerin um die pädagogische Perspektive erweitert.
| Jahr / Anlass | Fakten |
|---|---|
| Studium | Angewandte Kunst, Universität Wien |
| Seit 2024 | Universitätsprofessorin, KPH Edith Stein |
| Heuer | 15‑jähriges künstlerisches Jubiläum – Art‑Soirée am Lanser See |
Einordnung und Ausblick
Die Soirée am Lanser See ist mehr als ein privates Fest: Sie steht exemplarisch für ein Modell zeitgenössischer Kunstvermittlung, das Privat‑ und Öffentlichkeitsräume verbindet. Die Verwendung edler Pigmente und die Ausstellung in repräsentativen Räumen spiegeln ein Selbstverständnis, das Kunst nicht nur als Ausdruck, sondern auch als Institution begreift. Gleichzeitig erinnert der Abend daran, wie relevant regionale Herkunft heute als Markenzeichen fungieren kann – nicht als konservative Rückwendung, sondern als Ressource für neue, global anschlussfähige Bildsprachen.
Für die weitere Entwicklung bleibt interessant, wie Scheiber die Balance zwischen Atelierbetrieb, Lehre und der wachsenden Nachfrage aus Sammlern und öffentlichen Auftraggebern hält. Ihre Philosophie, Aufträge als Einladungen zu begreifen, dürfte dabei weiterhin prägend sein – sowohl für die gestalteten Objekte als auch für die Netzwerke, die diese Objekte umgeben.