Zum Abend der partiellen Sonnenfinsternis und in der folgenden Nacht auf das Maximum des Perseiden‑Sternschnuppenstroms erwarten Wetterdienste in großen Teilen Deutschlands günstige Bedingungen für Himmelsbeobachtungen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht von anhaltendem Hochdruckeinfluss aus, sodass vielerorts klarer bis nur leicht bewölkter Himmel zu erwarten ist.
Wetterlage und regionale Unterschiede
Nach Einschätzung des DWD bleibt die Atmosphäre überwiegend stabil. "Es gebe weiterhin Hochdruck‑Einfluss", sagt Nils Damke, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst. Dadurch ist in der Mehrheit des Landes mit freier Sicht auf die Sonne und auf die Perseiden zu rechnen. Nur im Nordwesten, insbesondere in Teilen von Nordrhein‑Westfalen und Niedersachsen, könnten höhere Wolkenfelder aufziehen; diese dürften nach Einschätzung des DWD die Beobachtung der partiellen Finsternis aber wahrscheinlich nicht wesentlich stören.
Für das spätere Nachtgeschehen behalten die Prognosen ebenfalls überwiegend klare Bedingungen bei. Im äußersten Norden kann es laut DWD jedoch Wolken geben, die den Blick auf die Sternschnuppen beeinträchtigen. Im übrigen Bundesgebiet ist der Himmel voraussichtlich frei von bedeckender Bewölkung.
Wann lohnt sich Beobachten: Zeiten und praktische Hinweise
Die partielle Sonnenfinsternis beginnt je nach Ort gegen den Abend. In vielen Regionen schiebt sich der Mond ab etwa 19.15 Uhr vor die Sonne. Das Finsternis‑Maximum wird zwischen etwa 20.00 Uhr und 20.15 Uhr erwartet; das Ende des Schauspiels fällt je nach Standort mit dem Sonnenuntergang und erfolgt zwischen etwa 20.30 Uhr und 21.00 Uhr. Wegen der tief stehenden Sonne ist ein freier Blick nach Westen bis Nordwesten erforderlich, idealerweise von einer Anhöhe.
| Beobachtung | Zeit (ungefähr) |
|---|---|
| Beginn der partiellen Sonnenfinsternis | ab ca. 19.15 Uhr |
| Maximales Bedeckungsintervall | ca. 20.00–20.15 Uhr |
| Ende (Sonnenuntergang, ortsabhängig) | ca. 20.30–21.00 Uhr |
| Bestes Zeitfenster für Perseiden | 23.00–04.00 Uhr |
Wichtig für die Sicherheit: Für die Beobachtung der Sonnenscheibe sind geeignete Schutzfilter oder geprüfte Sonnenbrillen erforderlich; ungeschütztes Blicken kann zu Augenverletzungen führen (Hinweis: konkrete Schutzprodukte und Bezugsquellen sind nicht Teil dieser Meldung).
Perseiden: Neumond begünstigt Sichtbarkeit
Die Perseiden erreichen in der Nacht ihr Maximum. Astronomen rechnen mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde in idealen Regionen. Zusätzlich begünstigt dieses Jahr das astronomische Umfeld: Es ist Neumond, sodass kein Mondlicht die Beobachtung stören sollte. Beobachter sollten sich in möglichst dunkle Bereiche ohne künstliche Lichtquellen begeben, um die meisten Meteore zu sehen.
- Beste Beobachtungszeit für Perseiden: 23.00–04.00 Uhr
- Erwartete maximale Rate: bis zu 100 Meteore pro Stunde
- Beobachtungsbedingungen: Neumond und überwiegend klarer Himmel in großen Teilen Deutschlands
Über Spanien berichtet der dortige Wetterdienst Aemet ebenfalls günstige Bedingungen: Für die dortige totale Sonnenfinsternis, die einen Streifen des Landes gegen etwa 20.30 Uhr komplett verdunkeln wird, sind weite Teile Spaniens sowie Mallorca und die Balearen‑Inseln überwiegend klar oder nur gering bewölkt prognostiziert.
Zusammenfassend bieten die meteorologischen Modelle und die Einschätzungen der Wetterdienste für die meisten Beobachter in Deutschland heuer gute Voraussetzungen, sowohl die partielle Sonnenfinsternis am Abend als auch das Perseiden‑Maximum in der Nacht anzusehen. Lokale Wolkenfelder, insbesondere im Norden und Nordwesten, können die Sicht jedoch regional einschränken.
Servicehinweis: Wer die Perseiden beobachten will, sollte sich rechtzeitig einen dunklen Beobachtungsort suchen und Geduld mitbringen; die beste Sicht ergibt sich nach längerer Akklimatisation der Augen an die Dunkelheit.