Im Föhrenwald bei St. Egyden am Steinfeld (Bezirk Neunkirchen) hat am Freitag ein großflächiger Waldbrand zu einem umfangreichen Feuerwehreinsatz geführt. Die Einsatzleitung gab die höchste Alarmstufe (B4) aus; eine nahegelegene Siedlung und Teile der Bahnstraße wurden bereits evakuiert. Die Löscharbeiten sollen nach Angaben der Einsatzkräfte mindestens bis morgen früh andauern.
Situation vor Ort
Neunkirchens Bezirksfeuerwehrkommandant bestätigte den Brand und erklärte, dass das aktuelle Brandgebiet nicht mit jenem übereinstimme, gegen das die Einsatzkräfte erst vor Kurzem fünf Tage lang kämpften. Die Flammen seien stellenweise nur noch etwa 100 Meter von Wohnhäusern entfernt gewesen, weshalb eine vorsorgliche Evakuierung von Bewohnern der Katastralgemeinde Neusiedl angeordnet wurde.
Der Wind habe bereits zweimal gedreht und damit die Löschmaßnahmen erschwert, sagte der Bezirksfeuerwehrkommandant. Insgesamt rückten mehr als 30 Feuerwehren aus; zusätzlich sind Hubschrauber, der Flugdienst sowie der Sonderdienst Waldbrand im Einsatz.
„Die höchste Alarmstufe wurde ausgerufen, die Lage ist weiterhin herausfordernd wegen des wechselnden Windes“, sagte der Bezirksfeuerwehrkommandant gegenüber den Medien.
Rettung und Vorsorgemaßnahmen
Auch das Rote Kreuz ist mit zahlreichen Kräften vor Ort. Laut Pressesprecherin sind unter anderem vier Rettungswagen, ein Kriseninterventionsteam und zwei Bezirkseinsatzleiter im Einsatz. Die Rettungsorganisation unterstützt bei der Evakuierung mehrerer Häuser und richtet eine Notunterkunft ein.
- Evakuierung: Teile der Siedlung in der Katastralgemeinde Neusiedl sowie mehrere Häuser in der Bahnstraße.
- Einsatzkräfte: Mehr als 30 Feuerwehren, Hubschrauber, Flugdienst, Sonderdienst Waldbrand.
- Rotes Kreuz: vier Rettungswagen, Kriseninterventionsteam, zwei Bezirkseinsatzleiter, Notunterkunft.
Vorgeschichte und Gefährdung
Erst vergangene Woche hatten die Einsatzkräfte im gleichen Föhrenwald über mehrere Tage gegen einen großflächigen Waldbrand gekämpft. Damals war nach Angaben der Einsatzleitungen das Feuer auf einer Fläche von rund 100 Hektar gelöscht worden; als Brandursache wurden damals Munitionsteile genannt. Informationen der aktuellen Einsatzleitung weisen darauf hin, dass das jetzige Brandgebiet nicht mit jenem früheren Abschnitt identisch ist.
| Kennzahl | Angabe |
|---|---|
| Alarmstufe | B4 (höchste Stufe) |
| Feuerwehren | über 30 |
| Rettungswagen | 4 |
| Letzter bekannter Brand (vorige Woche) | rund 100 Hektar |
Folgen und Ausblick
Die Evakuierung von Wohnhäusern und das Schließen eines Gasthauses zeigen die direkte Gefährdung der Zivilbevölkerung. Die Einsatzleitung kündigte an, dass der Großeinsatz zumindest bis in den nächsten Vormittag hinein andauern werde. Durch den Einsatz von Hubschraubern und speziellem Waldbrandpersonal sollen Glutnester aufgespürt und bekämpft werden, wie dies bereits in der vergangenen Woche in mühsamer Handarbeit gelungen war.
Die Behörden halten die Bevölkerung angeleitet auf aktuelle Hinweise zu achten und Evakuierungsanordnungen zu befolgen. Über mögliche Straßensperren und die Lage in den betroffenen Ortschaften informieren die lokalen Einsatzstellen fortlaufend.
Weitere Details zur Brandursache sowie ein abschließender Lagebericht stehen noch aus. Die Landesfeuerwehr- und Rettungsleitungen koordinieren weiterhin die Maßnahmen vor Ort.