Camping bleibt 2026 ein Top‑Trend, doch die Art zu campen verändert sich deutlich: Immer mehr Gäste tauschen Zelt, Luftmatratze und Kocher gegen bereits eingerichtete Unterkünfte auf dem Campingplatz. Das zeigt eine aktuelle Auswertung des ADAC, der Camping weiterhin zu den stärksten Reisetrends in Europa zählt und darauf hinweist, dass beliebte Plätze frühzeitig ausgebucht sind.
Weniger Schleppen, mehr Komfort
Der Unterschied zum klassischen Camping beginnt bereits bei der Anreise: Viele Urlauber bringen keine eigene Ausrüstung mehr mit. Stattdessen stehen Unterkünfte bereit, die das Naturerlebnis mit hohem Wohnkomfort verbinden. Unter dem Schlagwort Glamping — eine Verbindung aus „Glamour“ und „Camping“ — werden diverse Formen angeboten, die auf Bequemlichkeit setzen, ohne das Draußensein aufzugeben.
- Bereits eingerichtete Schlafplätze, oft mit festen Betten
- Stromanschluss, teilweise Küchenzeile oder eigenes Bad
- Premium-Angebote mit Sauna, Whirlpool oder Klimaanlage
- Geeignet vor allem für Familien, die Stauraum und gewohnte Abläufe schätzen
Welche Unterkünfte zählen zum Glamping?
Das Angebot ist breit: Neben großen Glamping‑Zelten mit festem Mobiliar finden sich Mobilheime, Schlaf‑Fässer, Baumhäuser und kleine Lodges. Diese Vielfalt macht Glamping besonders attraktiv für Urlauber, die die Natur wollen, aber nicht auf Komfort verzichten möchten.
| Unterkunftsform | Typische Ausstattung |
|---|---|
| Glamping‑Zelt | Festes Bett, Strom, oft kleine Küchenzeile |
| Mobilheim | Wohnraum, Küche, teils eigenes Bad |
| Baumhaus / Lodge | Erhöhte Lage, Terrasse, teils Premium‑Ausstattung |
Warum der Trend wächst
Der ADAC betont mehrere Triebfedern: Campingplätze sind gefragt und häufig rasch ausgebucht; parallel dazu suchen Urlauber nach Erlebnissen im Freien, ohne auf die Annehmlichkeiten eines Hotels verzichten zu müssen. Für Familien ist das Konzept besonders praktisch: richtige Schlafplätze, mehr Stauraum und die Möglichkeit, tägliche Abläufe beim Essen oder der Körperpflege weitgehend wie zu Hause zu gestalten, erhöhen die Attraktivität.
Für Betreiber in Österreich und den Nachbarländern bedeutet das Chancen und Herausforderungen zugleich. Einerseits lassen sich neue Zielgruppen gewinnen — Paare, Familien und Ältere, die früher keinen Campingurlaub in Betracht gezogen hätten. Andererseits verlangt das Angebot an Glamping‑Unterkünften Investitionen in Ausstattung, Service und Vermarktung. Wer in der Hauptsaison buchen möchte, sollte das frühzeitig tun, denn beliebte Plätze sind laut ADAC oft rasch vergeben.
Praktische Tipps fürs Glamping
Wer Glamping ausprobieren will, dem empfehle ich folgende Vorgehensweise:
- Frühzeitig reservieren — vor allem in beliebten Regionen und in der Hauptsaison.
- Genau auf die Ausstattung achten: eigenes Bad, Küche, Heizung oder Klima können den Komfort entscheidend beeinflussen.
- Preis‑Leistungs‑Vergleich: Premium‑Angebote mit Sauna oder Whirlpool sind oft deutlich teurer.
- Auf Bewertungen früherer Gäste achten, um Überraschungen zu vermeiden.
Glamping bietet eine gute Möglichkeit, die Natur zu genießen und gleichzeitig auf Bequemlichkeiten nicht verzichten zu müssen. Für viele ist das die perfekte Brücke zwischen Outdoor‑Abenteuer und entspanntem Urlaub — und ein Grund, warum Camping heute so beliebt ist wie lange nicht mehr.