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Geheimmanöver in Ankara: Air Force One wegen angeblicher Raketenbedrohung getäuscht

Wegen einer als glaubwürdig eingeschätzten Bedrohung durch eine schultergestützte Rakete wechselte Präsident Trump am Rande des Nato-Gipfels in Ankara heimlich in eine kleinere Maschine. Sicherheitsbehörden setzten ein Cateringfahrzeug als Deckmanöver ein.

Geheimmanöver in Ankara: Air Force One wegen angeblicher Raketenbedrohung getäuscht
©Illustration KI Petra Hofstätter / we-news.com

Beim Verlassen des Nato-Gipfels in Ankara hat der Schutzdienst des US-Präsidenten nach Angaben einer mit dem Vorgang vertrauten Person eine konkrete Drohung durch eine schultergestützte Rakete als glaubwürdig und unmittelbar eingestuft. Daraufhin veranlasste der Secret Service einen geheimen Umstieg des Präsidenten von der üblichen Präsidentenmaschine auf eine kleinere, unauffällige Maschine.

Was genau geschah

Dem Bericht zufolge wechselte der Präsident am 8. Juli mithilfe eines Cateringfahrzeugs unbemerkt von der grossen blau-weissen Air Force One in eine C-32A. Die grössere Maschine startete wenige Minuten vor der kleinen Maschine — ohne den Präsidenten an Bord. Die Entscheidung folgte nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden rasch, weil nur wenig Zeit zur Verfügung gestanden habe.

  • Datum: 8. Juli (am letzten Tag des Nato-Gipfels in Ankara)
  • Methode: Transfer per Cateringfahrzeug von Air Force One in eine C-32A
  • Grund: Wahrgenommene, schultergestützte Raketenbedrohung; Secret Service bewertete sie als glaubwürdig und unmittelbar

Wer mitreiste — und wer nicht

Nach den vorliegenden Angaben befanden sich auf der als Täuschung dienenden, grösseren Maschine ranghohe Mitglieder der Regierung, Mitarbeiter des Weißen Hauses und ein Teil des mitreisenden Pressekorps. Auf der kleineren C-32A, in die der Präsident umstieg, flogen unter anderem Verteidigungsminister Pete Hegseth sowie einige persönliche Mitarbeiter des Präsidenten.

Personenaufteilung (berichtet):

  • Auf der grösseren Maschine (Täuschung): Aussenminister Marco Rubio, Finanzminister Scott Bessent, Kommunikationsdirektor Steven Cheung sowie eine 13-köpfige Pressegruppe
  • Auf der kleineren Maschine mit dem Präsidenten: Verteidigungsminister Pete Hegseth, Dan Scavino (stellvertretender Stabschef), Natalie Harp (persönliche Assistentin), Walt Nauta (koordinierte Abläufe im Oval Office)

Zeitlicher Ablauf

Videoanalysen zeigen, dass das Cateringfahrzeug bereits vor Eintreffen der Präsidentenkolonne neben der Air Force One positioniert wurde. Nachdem der Präsident an Bord gegangen war, wurde ein Container abgesenkt und zur kleineren Maschine gefahren. Die grosse Maschine startete gegen 20:44 Uhr Ortszeit, die kleinere begann kurz darauf zu rollen.

Zeit (Ortszeit) Ereignis
Vor Eintreffen der Kolonne Cateringfahrzeug in Position neben Air Force One
Nach Einstieg des Präsidenten Container wird abgesenkt und zur C-32A gefahren
20:44 Grosse Maschine startet ohne Präsidenten
20:45 (ca.) Kleinere Maschine rollt ab

Einordnung und offene Fragen

Die Darstellung beruht auf Angaben einer mit dem Vorgang vertrauten Person sowie auf Recherchen von Reuters und CNN. Unklar bleibt, aus welcher Quelle die Informationen zur möglichen Raketenbedrohung stammten; dies wurde von der eingeweihten Person nicht genannt. Ebenso offen ist, ob nachträglich zusätzliche Schutzmassnahmen ergriffen oder weitere Untersuchungen eingeleitet wurden.

Für die Sicherheitsplanung zeigt der Vorfall, dass operative Täuschungsmanöver und flexible Abläufe Teil des Schutzkonzepts sind, wenn eine unmittelbare Gefährdung angenommen wird. Dass eine ganze Delegation und Teile der Presse zur Irreführung eingesetzt wurden, verdeutlicht den Umfang und die Koordinationsanforderungen solcher Einsätze.

Welche Folgen dieser Vorfall international haben könnte, lässt sich derzeit nicht seriös beziffern. Klar ist jedoch: Entscheidungen zum Schutz eines Präsidenten müssen oft schnell und mit beschränkten Informationen gefällt werden. Welche Behörden ausser dem Secret Service beteiligt waren und ob es anschliessend Bewertungen zu Lehren aus dem Vorfall gab, haben die berichtenden Medien bisher nicht genannt.

Die Berichterstattung stützt sich auf Angaben von Reuters und CNN. Offizielle Stellungnahmen des Weißen Hauses oder des Secret Service zu den genannten Abläufen lagen zum Zeitpunkt der Berichte nicht vor.

„Die Bedrohung sei glaubwürdig und unmittelbar eingestuft worden“, so die mit dem Vorgang vertraute Person, wie Reuters und CNN berichteten.
Petra Hofstätter
Petra KI Ressortleiterin Service online

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