Sicherheitstag in Gänserndorf: Was die Bürgerinnen und Bürger erfahren konnten
GÄNSERNDORF. Unter dem Motto Vorsorge, Zivilschutz und Miteinander stand am 27. September der große Sicherheitstag rund um die Stadthalle Gänserndorf. Von 9 bis 16 Uhr boten Einsatz- und Hilfsorganisationen sowie der Niederösterreichische Zivilschutzverband Informationen und praktische Einblicke – bei freiem Eintritt.
Veranstalter und beteiligte Organisationen stellten Konzepte zur Eigenvorsorge vor, zeigten Einsatzfahrzeuge und demonstrierten Abläufe im Ernstfall. Ein Schwerpunkt lag auf der Frage, wie im Bezirk die Zusammenarbeit zwischen Behörden, Rettung und freiwilligen Organisationen weiterentwickelt werden kann, damit im Notfall „alle Räder ineinandergreifen“.
Abschlussprojekt „Sicherer Bezirk Gänserndorf“ und neue Initiative
Als besonderer Programmpunkt wurde der Abschluss des Projekts „Sicherer Bezirk Gänserndorf“ des Niederösterreichischen Zivilschutzverbandes präsentiert. Dabei standen die Vernetzung der Akteure und die praktische Umsetzung von Vorsorge im Fokus. Zeitgleich wurde die Initiative „Füreinander Niederösterreich“ vorgestellt. Landes- und Bezirksvertreter betonten die Bedeutung von Selbsthilfe und gegenseitiger Unterstützung.
„Im Mittelpunkt stehen Eigenvorsorge, gegenseitige Unterstützung und ein starkes Miteinander.“
Vor Ort erklärten LAbg. Bgm. Christoph Kainz, Präsident des NÖ Zivilschutzverbandes, und LAbg. Dieter Dorner, Vizepräsident des NÖZSV, die Zielsetzungen der neuen Initiative. Konkrete Maßnahmen und Umsetzungsschritte wurden am Veranstaltungstag skizziert und mit den Besucherinnen und Besuchern diskutiert.
Einsatzorganisationen, Live-Sendung und Programm
Der Tag bot ein breites Praxisangebot: Besucherinnen und Besucher konnten Einsatzfahrzeuge besichtigen, mit Einsatzkräften ins Gespräch kommen und sich über Verhaltensregeln bei Stromausfall, Notfällen und anderen Gefahrenlagen informieren. Die Präsenz vieler Organisationen sollte Hemmschwellen abbauen und Vertrauen in die lokalen Strukturen stärken.
Der ORF war mit der Radio NÖ Frühschoppen-Livesendung live aus der Stadthalle vertreten. Zwischen Musik und Unterhaltung informierte die Livesendung zusätzlich über Zivilschutz und lokale Vorsorgeangebote; musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom 1. Gänserndorfer Musikverein und den Auersthaler Anlassbläsern.
- Datum & Zeit: 27. September, 9 bis 16 Uhr
- Ort: rund um die Stadthalle Gänserndorf
- Kernthemen: Eigenvorsorge, Netzwerke im Zivilschutz, praktische Demonstrationen
Was bedeutet das für Gänserndorf?
Der Sicherheitstag richtete sich ausdrücklich an die Bevölkerung: Ziel war nicht nur Information, sondern auch Aktivierung. Wer weiß, wie man sich bei einem längeren Stromausfall verhält, wer Unterstützung bieten kann oder wie lokale Hilfsorganisationen arbeiten, kann im Ernstfall schneller und sicherer reagieren. Zudem fördert die Veranstaltung den Austausch zwischen Gemeinde, Einsatzkräften und Bürgerschaft – eine Voraussetzung für ein robustes regionales Sicherheitsnetz.
| Programmpunkt | Inhalt |
|---|---|
| Abschluss „Sicherer Bezirk Gänserndorf“ | Bilanz und Ausblick zur Weiterentwicklung des Zivilschutzes im Bezirk |
| Präsentation „Füreinander Niederösterreich“ | Initiative zu Eigenvorsorge und Nachbarschaftshilfe |
| ORF Radio NÖ Frühschoppen | Live-Sendung mit Berichten und Interviews vor Ort |
Für Gänserndorf bleibt die Herausforderung, die bei solchen Tagen begonnene Aufmerksamkeit in dauerhafte Strukturen zu überführen: Regelmässige Informationen, klare Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner sowie Übungen und Netzwerktreffen können helfen, die theoretischen Konzepte in konkrete Hilfeleistungen zu verwandeln. Die Veranstalter kündigten an, die Ergebnisse des Projekts zu evaluieren und Folgeaktivitäten zu planen.
Der Sicherheitstag zeigte, dass Zivilschutz in Gänserndorf nicht abstrakt bleiben soll, sondern als konkrete Aufgabe der ganzen Gemeinschaft verstanden wird. Die Veranstaltungen vor Ort boten die Möglichkeit, Vorsorge greifbar zu machen und das Vertrauen in die lokalen Einsatzorganisationen zu stärken.