In Ludwigshafen hat das Festival des deutschen Films sein 22. Jahr eröffnet. Der Eröffnungsfilm ist «Plötzlich Schwiegervater», die Premiere fand am Abend um 18.30 Uhr statt. Die Festivalspielzeit läuft bis zum 6. September und versammelt in diesem Jahr insgesamt 74 Produktionen, darunter auch Kinderfilme.
Publikumsmagnet Parkinsel
Das Festival findet traditionell auf der Parkinsel im Rhein statt, unmittelbar an der Grenze zu Baden-Württemberg. Die Veranstalter werten die Freiluft- und Zeltspielstätten als Markenzeichen der Schau, die Publikum und Branche zugleich anspricht. Im vergangenen Jahr zählte das Festival nach Angaben der Organisatoren mehr als 135.000 Besucherinnen und Besucher – damit gilt Ludwigshafen als das besucherstärkste deutsche Filmfestival nach der Berlinale.
Gäste, Preise und Branchentreff
Zu den angekündigten Gästen zählen unter anderem Schauspieler Uwe Ochsenknecht sowie der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU). Das Festival versteht sich nicht nur als Publikumserlebnis, sondern auch als Ideenbörse und Branchentreff. In diesem Jahr konkurrieren 13 Filme um den begehrten Filmkunstpreis.
Mehrere Auszeichnungen sind während der 19 Festivaltage vorgesehen. Als Ehrenpreis ist in diesem Jahr der Name des Regisseurs Volker Schlöndorff genannt worden, bekannt für Filme wie «Die Blechtrommel». Preise für Schauspielkunst gehen an Annette Frier, Christian Berkel und Christian Redl. Zum Abschluss des Festivals wird am 5. September eine Fachjury den Filmkunstpreis vergeben; das Publikum zeichnet traditionell den Rheingold-Preis aus.
- Eröffnungsfilm: «Plötzlich Schwiegervater»
- Spieldauer: bis 6. September
- Anzahl Produktionen: 74 (inkl. Kinderfilme)
- Filmkunstpreis-Kandidaten: 13 Streifen
| Ort | Letztes Jahr Besucher | Laufzeit |
|---|---|---|
| Ludwigshafen, Parkinsel im Rhein | mehr als 135.000 | bis 6. September |
Bedeutung für die Filmszene
Das Festival bietet eine Plattform für die Präsentation aktueller deutscher Produktionen außerhalb der großen Metropolen und fördert zugleich die Begegnung von Filmschaffenden, Produzentinnen und Publikum. Die Kombination aus Freiluftkino, Kinozelten und einem dichten Auszeichnungsprogramm macht die Veranstaltung zu einem Prüfstein für die Saison jenseits der Branchenfestivals. Für Regisseurinnen und Regisseure sowie Schauspielerinnen und Schauspieler ist die Teilnahme oft Anlass für Pressegespräche, Netzwerkpflege und die direkte Rückkopplung mit dem Publikum.
Für die Stadt Ludwigshafen hat das Festival zudem wirtschaftliche Bedeutung: Gastronomie, lokale Dienstleister und das Kulturleben profitieren von den Besucherströmen, die auf die Parkinsel und in die Innenstadt ausstrahlen. Die Bestätigung hoher Besucherzahlen im Vorjahr unterstreicht die feste Etablierung des Festivals im deutschen Kulturkalender.
Die Mischung aus Wettbewerbsabschnitt und Publikumspreis, die prominenten Ehrengäste und die offene Spielstätte bilden zusammen ein Format, das sowohl die breite Filmrezeption als auch fachliche Diskussionen fördert. In den kommenden Tagen werden Juryentscheidungen sowie die Resonanz auf die gezeigten Filme Hinweise geben, welche Produktionen in der kommenden Saison verstärkt Aufmerksamkeit erhalten dürften.
Die Festivalleitung hat ein dichtes Programm angekündigt; Zuschauerinnen und Zuschauer können sich auf ein breites Spektrum an deutschsprachigen Filmen freuen, von Familienangeboten bis zu künstlerisch ambitionierten Beiträgen.