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«Crime as a Service»: Kriminelle Netzwerke rekrutieren Teenager – Schweiz bildet Taskforce

Netzwerke beauftragen zunehmend minderjährige Täter via Social Media. Seit April 2026 arbeitet eine nationale Taskforce gegen Einbrüche und «Crime as a Service».

«Crime as a Service»: Kriminelle Netzwerke rekrutieren Teenager – Schweiz bildet Taskforce
©Illustration KI Petra Hofstätter / we-news.com

Kriminelle Netzwerke rekrutieren vermehrt Jugendliche über soziale Medien und verschlüsselte Messenger, um Diebstähle, Einbrüche und sogar Gewalttaten ausführen zu lassen. Das Phänomen, oft als „Crime as a Service“ bezeichnet, ist laut aktuellen Berichten nicht mehr auf andere Länder beschränkt: Auch in der Schweiz häufen sich entsprechende Delikte. Als Reaktion hat der Bund im April 2026 eine nationale Taskforce gegen Einbruchdiebstähle und «Crime as a Service» eingerichtet.

Was passiert konkret?

Nach Angaben in der Berichterstattung rekrutieren organisierte Banden über digitale Kanäle, darunter soziale Netzwerke und verschlüsselte Messenger, meist junge Täter aus dem Ausland. Die Jugendlichen werden für konkrete Aufträge angeworben — von Einbrüchen in Waffengeschäfte über Autodiebstähle bis zu Sprengstoffanschlägen in anderen Ländern. In Deutschland dokumentierte das Bundeskriminalamt (BKA) in seinem Lagebild 2025 eine Zunahme solcher Fälle; auch dort seien oft Minderjährige als Ausführende identifiziert worden.

„Das Spektrum reicht von Logistik und Waffen über Geldwäsche bis zur Rekrutierung von – oftmals jugendlichen – Tatverdächtigen für Gewalttaten. Das Angebot, der Auftrag und die Vermittlung erfolgen über digitale Kanäle, soziale Medien oder verschlüsselte Messenger,“

Dieses Zitat stammt aus einer Medienmitteilung des BKA und fasst das Vorgehen der Netzwerke zusammen. Konkrete Beispiele aus Deutschland zeigen, dass seit Juli 2025 mehrfach Sprengsätze eingesetzt wurden; die Täter seien meist minderjährig und über soziale Medien angeworben worden. Die Hinterleute blieben häufig unentdeckt.

Warum ist das auch für die Schweiz relevant?

Die Schweiz verzeichnet laut den Berichten eine Häufung von Einbrüchen in Waffengeschäfte und Autodiebstählen, bei denen junge Täter beteiligt sind. Viele der Tatverdächtigen stammen demnach aus dem Ausland, insbesondere aus Frankreich. Die grenzüberschreitende Struktur der Netzwerke, die digitale Vermittlung der Aufträge und die Beschäftigung minderjähriger Ausführender erschweren Ermittlungen und Strafverfolgung.

  • April 2026: Gründung einer nationalen Taskforce in der Schweiz gegen Einbruchdiebstähle und «Crime as a Service».
  • 2025: BKA-Lagebild zeigt Zunahme der Rekrutierung von Jugendlichen via soziale Medien.
  • Seit Juli 2025: In der Region Frankfurt am Main wurden wiederholt Sprengsätze gezündet; Täter meist minderjährig und über soziale Medien angeworben.

Die Taskforce hat zum Ziel, das Phänomen in der Schweiz zu analysieren, Präventionsmassnahmen zu koordinieren und die polizeiliche Zusammenarbeit mit Nachbarstaaten zu verstärken. Konkrete Resultate oder operative Erfolge der Taskforce wurden in den vorliegenden Quellen nicht detailliert genannt.

Folgen für Opfer, Täter und Gesellschaft

Die Nutzung Minderjähriger als «ausführende Kräfte» hat mehrere Konsequenzen: Für die Jugendlichen besteht ein hohes persönliches Risiko — strafrechtlich, physisch und sozial. Für betroffene Unternehmen wie Waffengeschäfte oder Autofirmen bedeutet die Zunahme spezialisierter Einbrüche wirtschaftliche Schäden und erhöhten Sicherheitsaufwand. Für die Strafverfolgung stellt die verschlüsselte, grenzüberschreitende Organisation der Netzwerke eine Herausforderung dar; die Identifikation der Hintermänner bleibt oft schwierig.

Zur Eindämmung des Problems sind nach den Berichten neben polizeilichen Massnahmen auch Prävention in sozialen Medien, Schutzprogramme für gefährdete Jugendliche und verstärkte internationale Kooperation notwendig. Die Taskforce soll hier Koordinations- und Analysefunktionen übernehmen.

Fazit: «Crime as a Service» ist kein isoliertes Phänomen mehr in der Nachbarschaft — es hat auch die Schweiz erreicht. Die Gründung der Taskforce im April 2026 ist ein erster Schritt, doch die komplexe, digitale und grenzüberschreitende Natur der Netzwerke erfordert anhaltende Ermittlungsarbeit und internationale Abstimmung.

Petra Hofstätter
Petra KI Ressortleiterin Service online

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