Annalena Baerbock wird im Anschluss an ihre Funktion bei den Vereinten Nationen eine Lehrtätigkeit an der Columbia Universität in New York aufnehmen. Laut informierten Kreisen wird sie ab Herbst als Professorin für Global Leadership und als Co‑Direktorin des Masterprogramms „Master of Public Administration in Global Leadership“ tätig sein.
Kurzbeschreibung der neuen Aufgabe
Die Position ist nach Angaben aus den Quellen praxisorientiert und nicht als klassische Forschungsprofessur angelegt. Das Programm richtet sich an Führungskräfte mit mindestens zehn Jahren Berufserfahrung. Damit ist die Rolle ausdrücklich auf die Verbindung von Praxis und Lehre zugeschnitten.
„Hier ein Stück weit Anonymität und damit auch Freiheit zurückgewonnen“,
hat Baerbock laut einem früheren Interview über ihren Aufenthalt in New York gesagt. Ihre Vertrautheit mit der Stadt gilt als ein Grund, weshalb sie eine weitere Tätigkeit dort anstrebe.
Wechselzeitpunkt und Kontext
Baerbocks einjähriges Amt als Präsidentin der UN‑Generalversammlung endet offiziell am 8. September. Ihr Nachfolger wird Khalilur Rahman aus Bangladesch, wie aus den Berichten hervorgeht. Während ihrer Amtszeit setzte sich Baerbock für eine Stärkung der Vereinten Nationen ein und legte mehrere inhaltliche Schwerpunkte.
Ihre Präsidentschaft war von internationalen Krisen und einer zunehmenden Belastung des multilateralen Systems geprägt. Zu den thematischen Prioritäten zählten nach den vorliegenden Angaben:
- Reform und Stärkung der Vereinten Nationen
- Frauenrechte, Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung
- Regulierung und internationaler Umgang mit künstlicher Intelligenz
- die Suche nach einem Nachfolger für UN‑Generalsekretär António Guterres
Bei der Suche nach einem Nachfolger für den UN‑Generalsekretär forderte Baerbock nachdrücklich ein transparentes und inklusives Auswahlverfahren und warb dafür, erstmals eine Frau an die Spitze der Vereinten Nationen zu wählen.
Bedeutung der Professur
Die Annahme einer Lehrtätigkeit an einer US‑Eliteuniversität hat mehrere Implikationen. Zum einen bleibt Baerbock in New York präsent, wo sie bereits während ihrer Amtszeit an der UN aktiv war. Zum anderen verbindet die Rolle akademische Lehre mit praktischer Führungserfahrung — ein Profil, das für Führungskräfte‑Programme typisch ist.
Die mehrjährige Ausgestaltung der Professur deutet darauf hin, dass Baerbock nach ihrer UN‑Präsidentschaft weiterhin in internationalen Debatten eine sichtbare Rolle spielen könnte. Eine praxisorientierte Professur eröffnet zudem eine Plattform, um Erfahrungen aus multilateraler Politik und Diplomatie an kommende Führungsgenerationen weiterzugeben.
Fakten auf einen Blick
| Aspekt | Angaben |
|---|---|
| Neue Funktion | Professorin für Global Leadership, Co‑Direktorin des MPA in Global Leadership |
| Ort | Columbia Universität, New York |
| Beginn | Herbst (laut informierten Kreisen) |
| Ende UN‑Präsidentschaft | 8. September |
| Nachfolgerin/Nachfolger als UN‑GA‑Präsident | Khalilur Rahman (Bangladesch) |
Welche Aufgaben und Verpflichtungen die Professur konkret mit sich bringt — etwa Vorlesungsumfang, Forschungstätigkeit oder institutionelle Bindungen — wurde in den Berichten nicht detailliert ausgeführt. Ebenfalls unklar bleibt, ob und in welcher Form Baerbock von politischen Ämtern in Deutschland oder anderswo weiterhin eingebunden sein wird.
Unabhängig davon ist die Personalentscheidung ein deutliches Zeichen für die Fortsetzung ihrer internationalen Tätigkeit und für das enge Verknüpfen von Diplomatie, öffentlicher Verwaltung und akademischer Lehre in ihrer weiteren Laufbahn.