Seit der ersten Sommerferienwoche findet rund um das Naturfreundehaus Hasenloch die Kinderfreizeit des AWO-Ortsvereins Giengen statt. Noch bis zum 14. August werden zahlreiche Aktivitäten angeboten; verantwortlich sind der Kreisverband der AWO sowie der örtliche Ortsverein.
Struktur: Altersgruppen, Teilnehmende, Betreuung
Die Freizeit ist für Kinder im Alter von sechs bis 14 Jahren konzipiert. Heuer gibt es drei altersgestaffelte Gruppen; in Woche 1 und Woche 2 nehmen jeweils etwas über 70 Kinder teil. Die Leitung der Maßnahme liegt bei Fabienne Meßner, die die Freizeit heuer zum zweiten Mal führt.
„Im zweiten Jahr als Leitung weiß man schon ein wenig mehr, wie alles läuft“
Betreut werden die Kinder von einem jungen, ehrenamtlichen Team. Insgesamt sind neun Betreuerinnen und Betreuer vor Ort: Die Leiterin mit einem zweiköpfigen Büro- und Organisationsteam sowie zwei Betreuungspersonen pro Gruppe.
Ausbildung und Qualität: Juleica-Standard
Die Ehrenamtlichen wurden vorab nach dem bundesweit einheitlichen Juleica-Standard geschult. Die Wochenendseminare deckten die Themen Spiel, Pädagogik, Recht und Erste Hilfe ab. Damit erfüllt das Betreuerteam die gesetzlichen und fachlichen Anforderungen, die an Kinderfreizeiten gestellt werden, und sorgt für Sicherheit und pädagogisch sinnvolle Angebote.
- Altersbereich: 6–14 Jahre
- Teilnehmende: etwas über 70 Kinder pro Woche (Woche 1 und 2)
- Team: 9 Ehrenamtliche vor Ort (Leitung, Büro/Organisation, je zwei Betreuer pro Gruppe)
- Schulung: Juleica-Standard (Spiel, Pädagogik, Recht, Erste Hilfe)
Organisationelle Herausforderungen
Die Suche nach geeigneten Betreuerinnen und Betreuern bleibt eine Herausforderung. Der Betreuungspool des AWO-Kreisverbands muss mehrere Freizeiten parallel abdecken, darunter auch die AWO-Freizeit in Heidenheim. Zusätzlich müssen Ehrenamtliche im Sommer die nötige Zeit aufbringen oder sich von ihren Arbeitgebern freistellen lassen, wenn sie berufstätig sind. Trotz dieser organisatorischen Hürden betont die Leiterin, dass sich der Aufwand lohnt: Beobachtet wird, wie insbesondere anfangs schüchterne Kinder im Laufe der Tage aufblühen.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Alter | 6–14 Jahre |
| Teilnehmende pro Woche | etwas über 70 |
| Gruppen | 3 (altersgestaffelt) |
| Betreuerinnen/Betreuer | 9 |
Wirkung vor Ort
Die Freizeit bietet nicht nur Beschäftigung, sondern auch Lerngelegenheiten: durch Spiel, soziale Interaktion und gemeinsame Projekte. Für viele Kinder ist die Teilnahme wiederholend; es kommen aber auch neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer hinzu. Das Programm wird von engagierten Ehrenamtlichen umgesetzt, die durch die Juleica-Ausbildung fachlich vorbereitet sind. Solche Freizeiten haben eine doppelte gesellschaftliche Funktion: Sie entlasten Familien in den Ferien und fördern gleichzeitig soziale Kompetenzen bei Kindern.
Für Gemeinden und Organisationen bleiben Fragen offen, wie sich die Gewinnung ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer langfristig sichern lässt. Modelle wie eine stärkere Einbindung von Schulen, finanzielle Anreize oder Kooperationen mit Betrieben könnten die Freiwilligenbasis stabilisieren. Aktuell aber zeigt die AWO-Freizeit in Giengen, dass mit gut ausgebildeten Ehrenamtlichen auch größere Gruppen zuverlässig betreut werden können.
Die Freizeit läuft noch bis 14. August; Interessierte und Eltern erhalten weitere Informationen über den AWO-Kreisverband und den Ortsverein Giengen.