In Recklinghausen hat ein bisher unbekannter Täter in der Nacht zu Sonntag zum vierten Mal innerhalb von gut zwei Wochen einen Kiosk überfallen. Das Geschäft am Holzmarkt sei gegen Mitternacht betreten worden, teilte die Polizei mit. Der Täter habe eine Angestellte mit einer Schusswaffe bedroht, Bargeld aus der Kasse genommen und sei danach geflüchtet. Die Mitarbeiterin blieb nach bisherigen Informationen körperlich unverletzt.
Polizei prüft mögliche Zusammenhänge
Die Recklinghäuser Polizei untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen den jüngsten Fällen besteht. Nach Angaben der Ermittler ereigneten sich zuvor drei weitere Überfälle in räumlicher Nähe: am 15. August an der Breiten Straße, am 18. August an einer Tankstelle an der Dortmunder Straße und am 24. August an einem Kiosk in der Kunibertistraße. In allen Fällen trat jeweils ein maskierter, dunkel gekleideter Mann auf, der mit einer Schusswaffe bewaffnet war.
„Die Ermittlungen laufen, wir prüfen weiterhin Zusammenhänge“, erklärte Polizeisprecherin Pia Weßing.
Die jüngste Tat am Holzmarkt passt nach Beschreibung in das wiederkehrende Muster. Der Täter wurde bei dieser Tat wie folgt beschrieben:
- Größe: etwa 1,70 bis 1,75 Meter
- Frisur: schwarze Haare, an den Seiten kurz rasiert
- Augen: dunkle Augen
- Kleidung: dunkle Bekleidung; Mund und Nase mit einem T‑Shirt verdeckt
Daten im Überblick
| Datum | Ort | Art des Geschäfts |
|---|---|---|
| 15. August | Breite Straße | Kiosk |
| 18. August | Dortmunder Straße | Tankstelle |
| 24. August | Kunibertistraße | Kiosk |
| 30. August | Holzmarkt | Kiosk |
Die Häufung der Taten hat in der Innenstadt für Sorge gesorgt. Sicherheitsfragen stehen nun im Fokus der Ermittlungen: Ob es sich um denselben Täter handelt, ob ein Täterwechsel stattgefunden hat oder ob mehrere Personen beteiligt sind, ist nach Polizeiangaben weiterhin offen.
Aufruf an die Bevölkerung
Die Polizei bittet um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer Beobachtungen gemacht hat oder Angaben zur Identität des Täters machen kann, soll sich melden. Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0800/2361111 entgegen. Zeugen, denen bei oder kurz nach den Taten Personen aufgefallen sind, werden gebeten, dies mitzuteilen. Konkrete Fahndungsmaßnahmen nannte die Polizei bislang nicht in der veröffentlichten Mitteilung.
Für Geschäftsbetreiber in Recklinghausen und Besucher der Innenstadt bleiben Fragen zur Prävention aktuell. Die Serie von Überfällen zeigt, dass offenbar gezielt Geschäfte in zentralen Lagen angesprochen werden. Ob veränderte Öffnungszeiten, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen oder verstärkte Präventionsberatung durch die Polizei folgen, wird von den weiteren Ermittlungen und der Bewertung durch die Behörden abhängen.
Die Polizei wird zu gegebener Zeit über Fortschritte in den Ermittlungen informieren. Bis dahin sind Hinweise aus der Bevölkerung ein zentraler Baustein, um mögliche Zusammenhänge aufzuklären und weitere Taten zu verhindern.
Dieser Bericht basiert auf Angaben der Recklinghäuser Polizei und örtlicher Medienberichte. Die Ermittlungen laufen.