In Köln-Rodenkirchen wurde am Nachmittag eine amerikanische Weltkriegsbombe entdeckt. Die Stadt Köln kündigte an, die Bombe am kommenden Dienstag entschärfen zu lassen. Betroffen sind nach Angaben der Behörden etwa 3.000 Menschen im Umkreis von 500 Metern um den Fundort auf Höhe der Kirche Alt St. Maternus.
Evakuierung und Ablauf
Die Evakuierung beginnt am Dienstagmorgen: Mitarbeiter des Ordnungsamts sollen gegen 9.00 Uhr an den Türen klingeln und Anwohner sowie weitere Betroffene auffordern, den Gefahrenbereich zu verlassen. Über den genauen Beginn der Entschärfung gibt es derzeit noch keine Festlegung; dieser hänge vom Verlauf der Evakuierung und von möglichen Krankentransporten ab, teilte die Stadt mit.
„Wann die Entschärfung beginnt, hänge vom Verlauf der Evakuierung und von möglichen Krankentransporten ab,“
Im betroffenen Bereich liegen neben Wohnhäusern auch Verkehrsinfrastruktur und Einrichtungen, die besondere Aufmerksamkeit erfordern. Die Stadt kündigte an, weitere Informationen zur Verkehrslage, zum öffentlichen Nahverkehr und zu einer Anlaufstelle für evakuierte Personen nachzureichen.
Betroffene Infrastruktur
Die Stadtverwaltung nennt mehrere sensiblen Punkte innerhalb des Gefahrenbereichs: die Autobahn A4, der Rhein sowie eine Altenpflegeeinrichtung. Ob die A4 an dieser Stelle gesperrt werden muss, war zunächst unklar; entsprechende Entscheidungen sollen in Abhängigkeit vom Fortschritt der Evakuierung getroffen werden.
- Gefunden: amerikanische Weltkriegsbombe in Rodenkirchen, Höhe Alt St. Maternus
- Evakuierung: rund 3.000 Menschen im Umkreis von 500 m
- Evakuierungsbeginn: Ordnungsamt klingelt voraussichtlich ab 9.00 Uhr
- ÖPNV: Stadtbahnlinien 16 und 17 nicht betroffen; Buslinien der KVB fahren durch den Bereich und sind betroffen
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Fundort | Rodenkirchen, Höhe Kirche Alt St. Maternus |
| Gefährdungsradius | 500 Meter |
| Evakuierte Personen | Rund 3.000 |
| ÖPNV betroffen | Buslinien der KVB (Stadtbahnen 16/17 nicht betroffen) |
Folgen für Anwohner und Verkehr
Für die betroffenen Bewohner bedeutet die Räumung, kurzfristig Ersatzunterkünfte oder Anlaufstellen in Anspruch nehmen zu müssen. Die Stadt kündigte an, hierzu noch nähere Informationen zu veröffentlichen. Neben privaten Haushalten liegen auch eine Pflegeeinrichtung und verkehrsträchtige Bereiche im Gefahrenradius, was die Organisation der Evakuierung komplexer macht.
Verkehrsteilnehmer müssen mit Behinderungen rechnen. Während die Stadtbahnlinien 16 und 17 laut Mitteilung nicht eingeschränkt sind, sind Buslinien der Kölner Verkehrs-Betriebe betroffen, da sie durch den Gefahrenbereich fahren. Ob es zu einer Sperrung der A4 kommt, ist noch offen und wird kurzfristig entschieden.
Die Entschärfung einer Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist in Köln keine Ausnahmeerscheinung, derartige Funde führen regelmäßig zu einsatzintensiven Evakuierungen. Die Stadtverwaltung arbeitet mit den zuständigen Einsatzkräften zusammen, um die Sicherheit der Anwohner zu gewährleisten und den Verkehr so weit wie möglich aufrechtzuerhalten.
Weitere Details zu den Evakuierungsstellen, möglichen Ersatzrouten im öffentlichen Nahverkehr und Zeitplänen sollen von der Stadt zeitnah bekanntgegeben werden. Betroffene werden gebeten, auf Mitteilungen der Behörden zu achten und Anweisungen der Einsatzkräfte zu folgen.