Der FC St.Gallen hat am Samstag im Berit Sitterstadion eine bittere Heimniederlage erlitten. Trotz einer dominanten und engagierten ersten Halbzeit führten die Ostschweizerinnen zur Pause mit 1:0 durch einen Treffer der Neuzuzügerin Alzbeta Nemcova. Im zweiten Durchgang kippte die Partie: Die Gäste von GC drehten das Spiel und siegten am Ende klar mit 1:4.
Rasche Wende nach der Pause
Vor 1'494 Zuschauern entwickelte sich im Sitterstadion zunächst eine ausgeglichene Begegnung. St.Gallen wirkte in der Offensive variabler und gewann im Mittelfeld oft die Duelle. In der 37. Minute wurde das Engagement belohnt: Nemcova erzielte die Führung, mit der die Gastgeberinnen in die Pause gingen.
Der Ausgleich der Gäste fiel aber früh nach dem Seitenwechsel. Bereits in der 49. Minute traf Paige Alicia Bailey Gayle zum 1:1 und sorgte für die erste Wende in der Partie. St.Gallen hatte in der Folge Chancen zur erneuten Führung, vermochte diese aber nicht zu verwerten.
Entscheidung in den Schlussminuten
Bis weit in die zweite Halbzeit blieb die Partie offen, doch in der Schlussphase fiel die Entscheidung zugunsten der Grasshoppers. In der 81. Minute brachte die kurz zuvor eingewechselte Sury Alichy Lamontana Charon die Gäste erstmals in Führung. Anschliessend schraubte Bailey Gayle das Resultat mit ihrem zweiten Treffer in der 89. Minute auf 1:3. In der dritten Minute der Nachspielzeit setzte Michelle Storni nach einem Eckball mit dem 1:4 den Schlusspunkt.
„In der ersten Halbzeit zeigten wir, wozu wir fähig sind. Es war nochmals ein Schritt nach vorn.“
Dieses Zitat stammt von St.Gallens Trainerin, die in der Analyse auf die positive Entwicklung trotz der Niederlage hinwies. Die Bilanz bleibt jedoch ernüchternd: Es ist bereits die fünfte Niederlage im siebten Saisonspiel.
Wie das Spiel verlief — Kompakter Überblick
- Starke erste Halbzeit der Gastgeberinnen, Führung durch Nemcova (37').
- Früher Ausgleich durch Bailey Gayle (49'), Spiel blieb lange offen.
- Späte Entscheidung zugunsten von GC durch Treffer in der 81., 89. und Nachspielzeit.
Der Auftritt der St.Gallerinnen zeigte Elemente, die Mut machen: Das Mittelfeld um Spielerinnen wie Anika Seliner und Alessandra de Freitas bot Stabilität, und die Mannschaft wirkte trotz Umbruchphasen in dieser Saison selbstbewusster als in den Wochen zuvor. Trotzdem reichte das positive Spiel über weite Strecken nicht, um die Punkte im Kanton zu behalten.
| Wettbewerb | Datum | Spielort | Zuschauer |
|---|---|---|---|
| AXA Women's Super League | 19. September 2026 | Berit Sitterstadion, St. Gallen | 1'494 |
Die deutliche Niederlage fällt in die Serie des FC St.Gallen, der in dieser Saison noch auf die erhoffte Konstanz wartet. Der Abgang erfahrener Spielerinnen und zahlreiche personelle Wechsel haben das Team verjüngt; dies zeigte sich in Phasen der Partie positiv, doch am Ende fehlte die Entschlossenheit, das Resultat zu sichern.
Aus Sicht der Trainerin sind diese Spiele dennoch wichtig für die Entwicklung der Mannschaft. Die lange starke Leistung gegen ein Spitzenteam wie GC zeige den Weg auf, sagte sie nach dem Spiel. Nun liegt die Aufgabe darin, aus solchen Auftritten zu lernen und die defensive Stabilität über die vollen 90 Minuten hinweg zu gewährleisten.
Für den FC St.Gallen bedeutet die Niederlage vor heimischem Publikum eine weitere Geduldsprobe. Die Mannschaft wird in den kommenden Wochen an der Konstanz arbeiten müssen, wenn sie aus der aktuellen Negativserie herauskommen will. Nächste Herausforderung und Termin für die Fans: die Fortsetzung der Meisterschaft, in der Hoffnung, die Heimstärke wiederzufinden.