Der SV HAKA Traun hat in der Landesliga Ost ein torreiches Heimspiel gegen ASKÖ Oedt mit 3:4 verloren. Die Partie am Sonntag endete für die Gastgeber damit trotz mehrerer Comeback-Phasen und einer deutlichen Leistungssteigerung nach der Halbzeit in einer bitteren Niederlage. Entscheidend für den Ausgang war aus Sicht von Trauns Trainer vor allem der verkorkste Beginn und eine umstrittene Szene vor dem letzten Treffer.
Früher Rückstand und Systemwechsel
Die Partie begann für Traun alles andere als nach Plan. ASKÖ Oedt nutzte die Unordnung in den Anfangsminuten: Okan Aydin traf bereits in der 2. Minute zur Führung, in der 13. Minute stellte Elvir Hasic auf 2:0. Trainer Philipp Haslgruber beschrieb die erste Phase nach dem Schlusspfiff als entscheidend:
„Den Start haben wir leider komplett verschlafen.“
Haslgruber hatte sein Team in einer 3-4-3-Ordnung auf den Platz geschickt; nach dem frühen Rückstand stellte er auf das gewohnte 4-2-3-1 um. Diese Umstellung brachte sofort Wirkung: Traun kam besser ins Spiel, konnte höhere Pressingmomente erzeugen und mit schnellen Umschaltangriffen Torgefahr entwickeln.
Trauner Antwort und Momentum
Der SV HAKA Traun ließ sich nicht einschüchtern: Nedim Duric verkürzte in der 19. Minute auf 1:2, und Kerim Ramic sorgte in der 28. Minute für den Ausgleich zum 2:2. Haslgruber bewertete die Phase als verdient:
„Dann sind wir auch viel besser wieder ins Spiel zurückgekommen.“
Doch kurz vor der Pause schlug ASKÖ Oedt erneut zu: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erzielte Belmin Cirkic nach einer Standardsituation das 3:2 – ein Treffer, den Haslgruber als „Traumtor“ bezeichnete und dessen Zeitpunkt ihn besonders ärgerte.
Nach der Pause: Ausgleich, Druck und das umstrittene Ende
Nach Wiederbeginn blieb Traun dran. In der 51. Minute traf Ivan Milos zum 3:3 und setzte die Gästen unter Druck. Trotz weiterer Bemühungen gelang es dem Heimteam jedoch nicht, die Partie zu drehen. Stattdessen fiel das entscheidende 3:4 in einer Szene, die in Traun für Diskussionen sorgte; der genaue Ablauf wird von Trainer und Betreuern als umstritten beschrieben.
Haslgruber und seine Mannschaft zeigten in der zweiten Halbzeit deutlich mehr Struktur und Offensivdrang, einziges Manko blieb die fehlende Konsequenz in einigen Strafraumsituationen und das Misslingen, die bessere Phase in eine Führung umzuwandeln.
- Endstand: SV HAKA Traun – ASKÖ Oedt 3:4
- Wesentliche Kritikpunkte: schwacher Spielbeginn, geglückte Systemumstellung, umstrittene Schlüsselszene
- Positiv: Schnelle Reaktion nach Umstellung, Moral und Chancenaufbau
| Minute | Torschütze | Ergebnis |
|---|---|---|
| 2' | Okan Aydin (ASKÖ Oedt) | 0:1 |
| 13' | Elvir Hasic (ASKÖ Oedt) | 0:2 |
| 19' | Nedim Duric (SV HAKA Traun) | 1:2 |
| 28' | Kerim Ramic (SV HAKA Traun) | 2:2 |
| Nachspielzeit 1. HZ | Belmin Cirkic (ASKÖ Oedt) | 2:3 |
| 51' | Ivan Milos (SV HAKA Traun) | 3:3 |
Aus Sicht der Trauner Verantwortlichen überwiegt die Erkenntnis, dass die Mannschaft nach einem suboptimalen Start in der Lage ist, das Spiel zu bestimmen und Torchancen zu erzeugen. Entscheidend bleibt jedoch die Konstanz über die gesamten 90 Minuten – insbesondere gegen Gegner der Landesliga Ost, die öffentliche Partiephasen eiskalt bestrafen.
Für Traun bedeutet die Niederlage, dass nach einer kämpferischen Leistung keine Punkte bleiben. Die Mannschaft und der Trainerstab werden in den kommenden Trainingseinheiten an der Defensivordnung in den Anfangsminuten sowie an der Effektivität im gegnerischen Strafraum arbeiten müssen, um ähnliche bittere Ergebnisse künftig zu vermeiden.
Der Spielverlauf zeigt, dass Traun sportlich konkurrenzfähig ist; die Herausforderung liegt nun darin, aus den positiven Elementen Konstanz zu formen, damit die Stadt in der Landesliga Ost nicht nur kämpferisch, sondern auch tabellarisch Anschluss finden kann.