Veranstaltung in Steyr adressiert drängende Fragen zur Cyber-Resilienz
Am 3. September 2026 setzt die NIS-Initiative ihre Reihe im DigiSpace der FH Steyr fort. Im Mittelpunkt steht die praktische Umsetzung des neuen NISG 2026 – des österreichischen Gesetzes zur Netz- und Informationssystemsicherheit, das seit dem 1. Jänner 2026 in Kraft ist. Die Veranstaltung richtet sich an Management, IT, Cybersecurity, Recht, Risikomanagement und Verantwortliche in der Lieferkette.
Das Gesetz verpflichtet zahlreiche gesellschaftlich und wirtschaftlich relevante Organisationen zu konkreten Maßnahmen zur Cybersicherheit und zur Erhöhung der Cyber-Resilienz. Dabei sind nicht nur die unmittelbar betroffenen Betreiber kritischer Dienste betroffen: Zulieferer sowie IT- und OT-Dienstleister können über Lieferketten und Geschäftsbeziehungen indirekt betroffen sein.
„Was müssen Unternehmen jetzt tun?“
Fokus: Betroffenheit, Verantwortung, technische Umsetzung
Die Veranstalter betonen, dass viele Betriebe derzeit noch unsicher sind, ob und in welchem Umfang sie direkte oder indirekte Betroffene des NISG sind. Damit verbunden sind Fragen zu Verantwortung, Haftung und konkreten Umsetzungsschritten. Auf dem Programm stehen laut Ankündigung insbesondere:
- Klärung der Betroffenheit von Unternehmen und Zulieferern
- Verantwortung und Haftung in der Lieferkette
- Praktische IT‑ und OT‑Security für Betreiber von Informations- und Steuerungssystemen
- Lieferketten‑ und Drittparteienrisiken (mit Einbindung des Logistikums der FH Steyr)
- Konkrete nächste Umsetzungsschritte für Betriebe
Begrenzte Plätze, Anmeldepflicht
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt; eine Anmeldung ist erforderlich. Kostenlose Teilnahme-Codes gibt es laut Veranstaltern bei Partnerunternehmen auf der Webseite der Initiative. Weitere Details zum Programm und zur Registrierung finden Interessierte unter nis-initiative.at/#register.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 1. Jänner 2026 | Inkrafttreten des NISG 2026 |
| 3. September 2026 | NIS-Initiative im DigiSpace, FH Steyr |
Lokale Bedeutung für Unternehmen und Beschäftigte
Für den Wirtschaftsstandort Steyr hat das Thema hohe Relevanz: Viele mittelständische Betriebe sind Teil komplexer Lieferketten und beziehen IT‑Dienstleistungen von externen Anbietern. Die Veranstaltung zielt darauf ab, Verantwortlichen konkrete Werkzeuge an die Hand zu geben, um ihre Systeme resilienter zu machen und Haftungsrisiken besser zu beurteilen. Gerade Produktionsbetriebe mit OT‑Komponenten stehen vor der Herausforderung, IT‑ und Steuerungstechnik zusammenzudenken.
Weil das Gesetz bereits gilt, bleibt nur begrenzt Zeit zur Klärung der Betroffenheit und zur Vorbereitung notwendiger Maßnahmen. Die NIS-Initiative verbindet dazu Fachwissen aus verschiedenen Disziplinen und bietet Raum für Erfahrungsaustausch sowie für praktische Hinweise, die unmittelbar in Betriebskonzepte einfließen können. Für Steyr bedeutet dies eine Chance, Compliance‑Anforderungen und Cyber‑Sicherheit an Firmenstandorten zu stärken, ohne lange Umstellungszeiten oder teure Nachbesserungen.
Unternehmen, die sich rasch informieren und vernetzen, können potenzielle Risiken in Lieferbeziehungen früher erkennen und ihre internen Prozesse gezielt anpassen. Die FH Steyr fungiert dabei als regionaler Knotenpunkt für die fachliche Diskussion und die Vermittlung praxisnaher Maßnahmen.
Weitere Informationen zur Teilnahme und zum Programm finden Interessierte auf der Website der NIS-Initiative.