Klare Reaktion nach Derbypleite
Der FC Powerspine Kitzbühel hat am Freitagabend in der Regionalliga West eine deutliche Reaktion auf die überraschende 0:2-Niederlage gegen Fügen gezeigt. Die Gamsstädter feierten gegen den SC Röthis einen 4:0-Heimsieg und setzten damit ein klares Zeichen für die weitere Saison.
Der frühe Führungstreffer gelang den Hausherren bereits nach drei Minuten, als eine Ecke unglücklich von Röthis-Verteidiger Christoph Domig ins eigene Netz abgefälscht wurde. Trotz dieses schnellen Rückschlags präsentierte sich der Aufsteiger aus Vorarlberg keineswegs harmlos und hatte in der ersten Halbzeit mehrere gute Einschussgelegenheiten.
- Petar Vidas verhinderte mit mehreren Paraden grössere Probleme für Kitzbühel.
- Arbnor Rexhaj scheiterte völlig frei vor Vidas; der anschliessende Nachschuss von Fabio Scheichl wurde von Trainer Baur von der Linie gekratzt.
- Ein Seitfallzieher von David Franz traf die Oberkante der Querlatte.
Trotz der Feldvorteile der Gäste zeigte sich Kitzbühel-Coach Michi Baur mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden. Er bemängelte vor allem die fehlende körperliche Präsenz gegen den körperlich starken Gegner.
„Mit der ersten Halbzeit war ich nicht zufrieden. Da haben wir gegen einen körperlich starken Gegner das Körperliche vermissen lassen.“
Nach der Pause klare Überlegenheit
Mit drei Wechseln zur Halbzeitpause brachte Baur frischen Wind in seine Mannschaft. Nach dem Seitenwechsel setzten sich die Kitzbüheler deutlicher durch, kontrollierten Spiel und Tempo und erzielten schliesslich die weiteren Treffer zum deutlichen Endstand.
Besonders erfreulich für die Anhänger war das Einstandstor des Sommer-Neuzugangs Roland Quehenberger, der damit seine erste offizielle Torbeteiligung für Kitzbühel feierte. Insgesamt präsentierten sich die Gamsstädter nach dem Seitenwechsel entschlossener und ließen kaum mehr Chancen der Gäste zu.
| Ergebnis | Torschützen (bekannt) |
|---|---|
| Kitzbühel – Röthis 4:0 | Christoph Domig (Eigentor, 3'), Roland Quehenberger (Einstandstor), weitere Tore: nicht einzeln genannt |
Torhüter Petar Vidas war speziell in der ersten Halbzeit mehrfach gefordert und parierte entschlossen, wodurch grössere Gegentreffer verhindert wurden. Trainer Baur setzte im Verlauf der Partie auf die Stabilität seiner Defensive und die Durchschlagskraft der Offensivkräfte, was sich im Ergebnis niederschlug.
Für Kitzbühel bedeutet der Erfolg nicht nur drei Punkte, sondern auch eine mentale Wiedergutmachung nach dem enttäuschenden Derby gegen Fügen. Die Mannschaft zeigte, wie schnell sie auf Probleme reagieren kann, vor allem wenn taktische Anpassungen und personelle Wechsel greifen.
Auf Seiten des SC Röthis bleibt trotz der Niederlage der Eindruck, dass der Aufsteiger in einzelnen Szenen gefährlich agieren kann. Mehrere Chancen, darunter der freie Abschluss von Arbnor Rexhaj und der Nachschuss von Fabio Scheichl, hätten das Spiel vor der Pause anders gestalten können. Nach dem Seitenwechsel jedoch dominierte Kitzbühel das Geschehen.
Wie sich beide Teams in den kommenden Runden präsentieren, dürfte für die Tabelle in der Regionalliga West noch von Bedeutung sein. Für Kitzbühel steht nach diesem deutlichen Heimsieg die Herausforderung an, die gezeigte Stabilität jetzt konstant abzurufen.