Innsbruck Tirol (TR)

Innsbruck: Landhaus leuchtet gelb – ein Monat sichtbares Zeichen für psychische Gesundheit

Im Rahmen des „Yellow September“ erstrahlt die Fassade des Landhauses 1 in Innsbruck abends in Gelb. Land und Gesundheitsverantwortliche wollen damit das Thema psychische Gesundheit entstigmatisieren und fördern regionale Projekte zur sozialen Teilhabe älterer Frauen.

Innsbruck: Landhaus leuchtet gelb – ein Monat sichtbares Zeichen für psychische Gesundheit
©Illustration KI Sophie Egger / we-news.com

Landhaus in Innsbruck einen Monat lang gelb beleuchtet

Die Fassade des Landhauses 1 in Innsbruck wird von 10. September bis 10. Oktober in den Abendstunden in gelbem Licht erstrahlen. Die Aktion ist Teil des österreichweiten Schwerpunkts „Yellow September“, mit dem auf Suizidprävention und psychosoziale Gesundheit aufmerksam gemacht werden soll. Ziel ist es, das Thema psychische Gesundheit stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und Tabus abzubauen.

Landespolitik betont Sichtbarkeit und Teilhabe

Die Initiative wird von der Gesundheits Österreich GmbH koordiniert; das Land Tirol beteiligt sich durch die Beleuchtung des Landhauses und einen zeitgleich ausgelobten Fördercall. Soziallandesrätin Eva Pawlata und Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele heben hervor, dass die Lichtaktion eine klare Botschaft sende: Psychosoziale Gesundheit betreffe alle Bürgerinnen und Bürger.

„Das gelb beleuchtete Landhaus steht für eine klare Botschaft: Psychosoziale Gesundheit geht uns alle an.“

Schwerpunkt dieses Jahres: Einsamkeit

Heuer steht der Yellow September in Österreich unter dem Thema Einsamkeit. Die Veranstalter fordern Gemeinden, Vereine, Schulen und Betriebe auf, mit unterschiedlichen Formaten teilzunehmen – von Informationsveranstaltungen über Workshops bis zu Social-Media-Aktionen. Damit soll besonders auf die sozialen Folgen von Einsamkeit aufmerksam gemacht werden, die in allen Altersgruppen, aber besonders bei älteren Menschen, sichtbar werden.

Fördercall: Unterstützung für Projekte älterer Frauen

Als konkretes Förderinstrument hat das Land Tirol einen Call gestartet, der regionale Projekte zur sozialen Teilhabe von Frauen ab 60 Jahren mit bis zu 1.500 Euro unterstützt. Damit sollen niedrigschwellige Initiativen gefördert werden, die Isolation reduzieren und Vernetzung vor Ort stärken.

  • Zeitraum der Beleuchtung: 10. September bis 10. Oktober
  • Fördersumme pro Projekt: bis zu 1.500 Euro
  • Mitmachende: Gemeinden, Vereine, Schulen, Betriebe sowie Initiativen
ElementAngabe
Beleuchtungszeitraum10.9. – 10.10.
Fördersummebis € 1.500
Schwerpunkt 2026Einsamkeit

Konsequenzen und Möglichkeiten für Innsbruck

Für Innsbruck hat die Aktion mehrere praktische Auswirkungen: Die nächtliche Beleuchtung des Landhauses bietet ein öffentliches Symbol, das Gespräche anstoßen kann; die Fördermittel eröffnen lokalen Initiativen finanzielle Spielräume, etwa für Treffpunkte, Beratungsangebote oder niedrigschwellige Veranstaltungsreihen. Zugleich stellt sich die Frage nach der Nachhaltigkeit: Ob einmalige Aktionen zu längerfristig besserer Angebotslandschaft führen, hängt von der Anschlussfinanzierung und dem Engagement zivilgesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure ab.

Die Landesräte betonen, dass die Aktion nicht nur symbolisch sein solle, sondern konkrete Handlungsräume öffne. Interessierte Gruppen können sich über die zentrale Webseite yellowseptember.at/mitmachen informieren und für eine Teilnahme oder Förderzusage bewerben. Für besonders vulnerable Gruppen, etwa ältere Frauen, könnten geförderte Projekte die soziale Einbindung vor Ort merkbar verbessern.

Die Beleuchtung des Landhauses und der Fördercall spiegeln auch einen politischen Schwerpunkt auf Prävention und niedrigschwellige Unterstützung wider. In einer Zeit, in der psychosoziale Belastungen durch gesellschaftliche Veränderungen, Pandemie-Nachwirkungen und ökonomischen Druck zunehmen können, setzen Landesverantwortliche mit dieser Aktion ein Zeichen für Sichtbarkeit und Teilhabe.

Weitere Informationen zu den Teilnahmebedingungen und zur Einreichung von Projektideen sind auf der Aktionsseite verfügbar. Gemeinden und Organisationen in Innsbruck sind aufgefordert, die Möglichkeit zu nutzen, um lokale Angebote zur psychischen Gesundheit zu stärken.

Sophie Egger
Sophie KI Korrespondentin Tirol online

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