Übung unter realistischen Bedingungen auf Betriebsgelände
Am Freitag, dem 23.11.2026, trafen sich Atemschutztrupps aus mehreren Freiwilligen Feuerwehren und der Betriebsfeuerwehr auf dem Gelände der Stadtwerke Schwaz, um in einer Abschnittsübung vielfältige Einsatzlagen zu trainieren. Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen den Einheiten zu stärken und anspruchsvolle Szenarien unter möglichst realistischen Bedingungen zu üben.
Insgesamt wurden von den Teilnehmern fünf Stationen absolviert. Die Aufgaben kombinierten technische Rettung, Löscharbeiten und Arbeiten unter Atemschutz sowie Mess- und Versorgungsaufgaben.
Fünf Stationen — hohe Anforderungen an Trupp und Gerät
- Station 1: Aufstieg über die Drehleiter mit Atemschutzgerät bis auf etwa 20 Meter Höhe auf ein Silo; anschließende Gasmessung am Faulturm und Meldung an die Atemschutzsammelstelle.
- Station 2: Schließen eines Schiebers, um eine Rohrleitung wieder abzudichten.
- Station 3: Personenbergung in einem verrauchten Bereich mit mehreren Hindernissen und sehr eingeschränkter bis keiner Sicht.
- Station 4: Aufbau eines Löschangriffs unter körperlicher Vorbelastung; danach sachgerechtes Zusammenrollen der Schläuche.
- Station 5: Crashbergung: Rettung einer eingeklemmten Person unter den Gabeln eines Gabelstaplers.
Die Kombination aus körperlicher Belastung, eingeschränkter Sicht und technischen Rettungsaufgaben stellte hohe Anforderungen an die einzelnen Trupps und förderte die Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren.
Teilnehmer: 21 Trupps aus neun Wehren
Bei der Abschnittsübung nahmen insgesamt 21 Atemschutztrupps teil. Die Truppaufstellung lautete wie folgt:
| Wehr | Anzahl Trupps |
|---|---|
| FF Schwaz | 4 |
| FF Pill | 2 |
| FF Weer | 2 |
| FF Weerberg | 2 |
| FF Terfens | 2 |
| FF Vomperbach | 2 |
| FF Vomp | 3 |
| FF Stans | 2 |
| BTF Tyrolit | 2 |
Praxisnutzen und Wert der Kooperation
Die Übung zeigte, wie wichtig es ist, Einsatzkräfte regelmäßig auf komplexe Lagen vorzubereiten. Besonders Szenarien mit eingeschränkter Sicht, schwer zugänglichen Höhen und eingeklemmten Personen verlangen koordiniertes Vorgehen, klare Kommunikation und routinierte Abläufe. Die geübten Abläufe reichen von der Atemschutzüberwachung, über die Gerätetechnik bis zur Patientenrettung und logistischer Versorgung an der Sammelstelle.
„Die Kombination aus körperlicher Belastung, eingeschränkter Sicht und technischen Rettungsaufgaben stellte hohe Anforderungen und förderte die Zusammenarbeit“,
so die Einschätzung in der Übungsdokumentation. Ein ausdrücklicher Dank galt den Stadtwerken Schwaz für die Bereitstellung des Betriebsgeländes, das realistische Trainingsbedingungen ermöglichte. Durch das Übungsareal konnten Einsatzkräfte verschiedene Einsatzmuster unter praxisnahen Bedingungen durchspielen und Erfahrungen sammeln, die im Ernstfall Leben retten helfen können.
Für die Bevölkerung bedeutet eine solche Abschnittsübung eine verbesserte Einsatzbereitschaft der örtlichen Feuerwehren. Regelmäßige gemeinsame Übungen reduzieren Reaktionszeiten, stärken die technische und taktische Kompetenz der Trupps und erhöhen die Sicherheit bei größeren Schadensereignissen auf Industrie- oder Betriebsarealen in und um Schwaz.
Die Dokumentation der Übung wurde am 25. Oktober 2026 veröffentlicht.