Die Feuerwehr München veranstaltete von 3. bis 7. August 2026 eine mehrtägige Großübung unter dem Titel „Freistadt 2026“. Die Übung fand auf dem Gelände der Feuerwehrschule in Geretsried (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) statt und richtete sich an verschiedene Ebenen der Einsatzorganisation, um die Handlungsfähigkeit bei komplexen Lagen zu stärken.
Teilnehmer, Umfang und Übungsszenarien
Nach Angaben der Branddirektion trainierten bis zu 230 Einsatzkräfte täglich in nahezu 100 Übungslagen. In einer Kolonne von 26 Feuerwehrfahrzeugen reisten die Einheiten zur Feuerwehrschule. Teilnehmende Gruppen umfassten Ausbildungsbeamt*innen der zweiten und dritten Qualifikationsebene, Teilnehmer*innen des Gruppenführerlehrgangs aus Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr, Auszubildende zum*zur Notfallsanitäter*in, Einsatzdienstpersonal, Rettungsdiensteinheiten sowie Leitstellenmitarbeiter*innen. Zudem war das Drohnenteam der Feuerwehr München beteiligt, ebenso die BMW-Werkfeuerwehr mit Drehleiter.
- Datum: 3.–7. August 2026
- Tägliche Stärke: bis zu 230 Einsatzkräfte
- Fahrzeuge: 26 Feuerwehrfahrzeuge in der Kolonne
- Schwerpunkte: technische Hilfeleistung, Brände, Gefahrguteinsatz
Die Übungseinsätze wurden gestaffelt anspruchsvoller: Am Montag und Dienstag reichten Einheiten im Umfang von ein bis zwei Fahrzeugen zur Abarbeitung der Szenarien aus. Am Mittwoch und Donnerstag erhöhte die Übungsleitung die Komplexität und disponierte bis zu zwei Löschzüge, den Einsatzführungsdienst sowie ein Großaufgebot an Rettungsdienstkräften.
Gefahrgut, Pflegeobjekte und realistische Verwundungssimulation
Zu den geprobten Szenarien gehörten technische Hilfeleistungen, Brandereignisse mit realistisch geschminkten Verletzten sowie ein Gefahrguteinsatz mit Chlorgasaustritt im Bahnbereich. Zusätzlich wurden Brände in Objekten mit pflegebedürftigen Personen geübt, um Evakuierung, Rettung und Betreuung besonders vulnerabler Gruppen zu trainieren. Der Funkbetrieb wurde von Kräften der Integrierten Leitstelle München sichergestellt; das Drohnenteam unterstützte den Einsatzführungsdienst durch Luftbilder.
„Wir helfen gemeinsam, wir üben gemeinsam“
Dieses Motto der Großübung unterstreicht die Ausrichtung auf kooperative Führungsstrukturen und die Verzahnung von Feuerwehr, Rettung und Leitstelle. Solche Großübungen dienen nicht nur der technischen und taktischen Schulung, sondern auch dem Überprüfen von Kommunikationswegen und Führungsprozessen bei Großlagen.
Schwerpunkt Vorauslöschfahrzeug (VLF) und Projekt „Blitz“
Ein expliziter Übungsschwerpunkt lag auf dem neuen Vorauslöschfahrzeug (VLF) und dessen Zusammenarbeit mit dem Löschzug. Das Projekt „Blitz“, das sich mit der Konzeptionierung des VLF befasst, wurde am Mittwochnachmittag der Fachpresse und den Übungsteilnehmenden vorgestellt. Die Erprobung des VLF in Übungslagen soll Erkenntnisse liefern, wie das Fahrzeugkonzept in verschiedenen Einsatzbildern effizient eingesetzt werden kann.
| Aspekt | Komponente |
|---|---|
| Übungszeitraum | 3.–7. August 2026 |
| Teilnehmende | Bis zu 230 Kräfte/Tag, 26 Fahrzeuge |
| Schwerpunkte | VLF, Gefahrgut, Pflegeobjekte, technische Hilfe |
Für die Öffentlichkeit in Oberösterreich, insbesondere in Freistadt, sind solche Informationen von Interesse, weil Großübungen Aufschluss über aktuelle Entwicklungslinien in der Gefahrenabwehr geben. Neue Fahrzeugkonzepte wie das VLF zielen darauf ab, Anfahrts- und Eingreifzeiten zu optimieren, was insbesondere in ländlichen Regionen mit längeren Wegen relevante Effekte auf die Einsatzlage haben kann.
Die Übung „Freistadt 2026“ der Feuerwehr München zeigt, dass moderne Ausbildung zunehmend auf realistische, komplexe Lagen und auf interdisziplinäre Zusammenarbeit setzt. Erkenntnisse aus solchen Trainingsrunden fließen in die Weiterentwicklung von Konzepten und in die Ausbildung neuer Führungskräfte ein, was mittelbar auch die Einsatzfähigkeit in benachbarten Regionen beeinflussen kann.
Weitere Informationen zur Übung und zu den Ergebnissen des Projekts „Blitz“ veröffentlichte die Branddirektion München in ihrer Pressemitteilung.