SalzkammerPride wächst: Erstmals zweitägig und mit Parade durch Bad Ischl
Bad Ischl wird Ende August wieder zum Schauplatz einer regionalen LGBTQIA+-Veranstaltung: Die dritte SalzkammerPride findet heuer erstmals an zwei Tagen statt. Am Freitag, 28. August, startet die Veranstaltung mit einem Filmabend im Kino Ebensee; am Samstag, 29. August, ziehen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einer Parade durch Bad Ischl und feiern anschließend im Sisipark und in der Trinkhalle.
Die Organisatorinnen und Organisatoren haben das Programm ausgeweitet: Neben der Parade sind Filmvorführungen, Live-Musik, DJ-Sets, Drag-Auftritte, Lesungen, Poetry-Slam sowie ein Kinderprogramm angekündigt. Damit setzt die Pride nicht nur auf Sichtbarkeit, sondern auch auf ein vielfältiges kulturelles Angebot, das unterschiedliche Altersgruppen und Zuschauergruppen ansprechen soll.
Programmüberblick und Orte
| Datum | Uhrzeit | Aktivität | Ort |
|---|---|---|---|
| 28. August | ab 18:00 Uhr | Filmprogramm (deutsche Kurzfilme) | Kino Ebensee |
| 28. August | ab 20:00 Uhr | Filmprogramm (österreichische Produktionen) | Kino Ebensee |
| 28. August | anschl. Pre-Party | DJ Chris F*boy | Kino Ebensee / Veranstaltungsort |
| 29. August | 13:00 Uhr Treffpunkt | Versammlung der Teilnehmer | Postgebäude, Auböckplatz, Bad Ischl |
| 29. August | 14:00 Uhr Start | Pride-Parade | Durch Bad Ischl |
| 29. August | im Anschluss | Pride Village: Live-Musik, Drag, Lesungen, Kinderprogramm | Sisipark |
| 29. August | ab 20:00 Uhr | Aftershow-Party | Trinkhalle Bad Ischl |
Zu den musikalischen Acts im Sisipark zählen unter anderem Flora Winter und Band, Mama Frida und Band, mavi, Morita Maschinella sowie Lily Hightower. Für die Aftershow-Party in der Trinkhalle sind die DJ-Acts DJ Schmetterling und DJ ecleKtric angekündigt. Die Parade selbst wird von verschiedenen Gruppen und Künstlerinnen begleitet, darunter Alice Moe (alias Eric BigClit), das Kollektiv Tuttifutti und Krampussy.
Ziel: Sichtbarkeit im ländlichen Raum
Die Initiatorinnen betonen den politischen und gesellschaftlichen Anspruch der Veranstaltung: Ziel sei es, queeres Leben im ländlichen Raum stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und Räume für Austausch zu schaffen. In der Ankündigung heißt es:
„Mit der SalzkammerPride schaffen wir einen Raum, der bewusst die Meinungsblasen unserer Zeit infrage stellt und Orte des friedfertigen Dialoges eröffnet.“
Die Co-Founderin und Projektleiterin nennt damit als zentrales Anliegen, Sichtbarkeit und Dialog zu ermöglichen. Für eine Region wie das Salzkammergut, in der städtische Strukturen und verbindende Infrastrukturen anders ausgeprägt sind als in Ballungsräumen, kann eine solche Initiative lokalgesellschaftliche Wirkung entfalten.
Konsequenzen für Bad Ischl
Für die Stadt bedeutet die Pride mehrere unmittelbare Folgen: Zum einen ist mit einer erhöhten Besucherzahl an beiden Tagen zu rechnen, was Beherbergung, Gastronomie und den Einzelhandel kurzfristig beleben kann. Zum anderen werden Verkehrs- und Logistikfragen zu organisieren sein, da sich die Parade am Auböckplatz formiert und durch innerstädtische Bereiche zieht. Veranstalterinnen kooperieren üblicherweise mit Verwaltung und Einsatzkräften, um einen geordneten Ablauf sicherzustellen.
- Wirtschaft: Belebung für Gastronomie und Beherbergung durch zusätzliche Besucher.
- Öffentlicher Raum: Nutzung von Sisipark und Trinkhalle als Veranstaltungsorte erfordert Koordination mit der Gemeinde.
- Gesellschaft: Stärkung der Sichtbarkeit von LGBTQIA+-Themen im ländlichen Umfeld.
Die SalzkammerPride 2026 bietet damit nicht nur ein kulturelles Angebot, sondern ist auch ein lokales Ereignis mit ökonomischen und gesellschaftlichen Effekten für Bad Ischl. Interessierte werden gebeten, die genauen Ablaufdetails und mögliche Hinweise zu Sicherheit oder Verkehrsregelungen kurzfristig bei den Veranstaltern oder der Stadtgemeinde zu erfragen.